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Gute Lösung braucht Zeit

Düsseldorf. Das drohende Diesel-Fahrverbot hat in Düsseldorf zu einer bizarren Diskussion gesorgt. Einerseits sind Politik, Verwaltung und Interessensverbände spürbar in Gang gekommen und denken über viele Ideen nach, wie sich der Verkehr sauberer und flüssiger gestalten ließe. Andererseits sind die Zahlen im Gutachten zur Corneliusstraße eindeutig: In der aktuellen Diskussion helfen diese Ideen wenig. Ohne ein Diesel-Fahrverbot lässt sich der Grenzwert nicht von heute auf morgen einhalten.

Düsseldorf braucht also einen realistischeren Zeitplan. Das wird nur mit Hilfe der Bundesregierung und der Autohersteller gehen. Das kommunale Fahrverbot schon in diesem Sommer, über das am 22. Februar entschieden wird, muss unbedingt abgewendet werden, weil es Chaos und Unfrieden stiftet.

Das Gutachten zur Corneliusstraße zeigt auch, dass mit einigen Jahren mehr Zeit viel verträglichere Lösungen möglich sind: Ein konsequentes Einhalten der bestehenden Umweltzone, der schrittweise Abschied von alten Dieseln und eine Stärkung des ÖPNV würden die Situation nachhaltig verbessern. So viel Zeit muss sein.

arne.lieb@rheinische-post.de

Quelle: RP
 
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