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Düsseldorf
Dieselverbot ist eine Enteignung

Düsseldorf. thorsten.breitkopf

@rheinische-post.de

Der Wunsch, die Stadtluft sauberer zu machen, ist nachvollziehbar und richtig. Dieses aber dadurch zu erreichen, von heute auf morgen den Diesel-Fahrern den Zugang in die Innenstadt zu verwehren, ist eine utopische Idee. Angesichts des nicht vorhandenen Angebots an alternativen Antrieben wie Elektro oder Gas für schwere Fahrzeuge wäre die Folge eines Dieselverbots die Schließung von Firmen und Geschäften in der City. Doch auch wenn es schon einige E-Autos im kleineren Segment gibt, kann man diese nicht als Allheilmittel betrachten. Krasser noch ist, dass Handwerksbetriebe und Pendler in den vergangenen Jahren auf vermeintlich schadstoff- und verbrauchsarme Diesel setzten, die Euro 5 und 6-Plaketten haben, nun aber ebenfalls sanktioniert werden. Einen gestern noch als umweltfreundlich eingestuften Wagen von jetzt auf gleich aus der Stadt zu verbannen, entspricht einer Enteignung von Pendlern und Unternehmern. Ohne Diesel geht es noch lange nicht. Düsseldorf braucht eine Übergangsregelung.

Quelle: RP
 
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