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Düsseldorf
DJ soll Kö-Hotel nicht bezahlt haben

Düsseldorf. Eine offene Hotelrechnung von der Kö über fast 5000 Euro beschäftigte gestern einen Amtsrichter. Auf der Anklagebank saß ein Haustechniker (36), der wenige Tage nach einer Verurteilung als Serienbetrüger zu 15 Monaten Bewährungsstrafe mit einer Herzensdame ein Nobel-Hotel an der Kö betreten und dort für vier Tage eine Luxus-Suite (1451 Euro pro Nacht) gebucht hatte. Am dritten Tag setzte die Polizei dem Gastspiel ein Ende - kurz bevor der Mann angeblich einen DJ-Auftritt in Bonn hatte.

"Ich hätte unter Umständen alles bezahlen können. Aber das habe ich nicht mehr eingesehen, nachdem ich von der Polizei da rausgeholt worden bin." So beklagte sich der Angeklagte gestern über das unsanfte Ende seiner Luxus-Tage im Hotel. Seine Begleiterin hatte gerade unter der Dusche gestanden, als die Polizei damals die Suite betrat, den Angeklagten mitnahm. Die Beamten wussten, was die junge Frau nicht mal ahnte: Wegen vielfältiger Betrügereien war der 36-Jährige immer wieder verurteilt worden und gerade auf Bewährung frei. Der Angeklagte gab an, für einen Auftritt als DJ in Bonn habe er sich in Köln einmieten wollen, "aber da war alles ausgebucht". Die Nobel-Adresse an der Kö sei ein "Ausweichquartier" gewesen. Doch zwei Stunden vor der Abfahrt nach Bonn räumte die Polizei plötzlich die Suite, setzte den Angeklagten vor die Tür. "Das hätte ich durchaus bezahlen können, würde das jetzt tun", plauderte der Angeklagte weiter. Nun soll die Justiz sämtliche Kontounterlagen des Angeklagten aus dem Herbst 2015 durchforsten, um zu klären, ob er damals überhaupt genug Geld für ein Luxus-Leben im Hotel besaß.

(wuk)
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