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Düsseldorf
Doch noch Frauen im Heine Kreis?

Düsseldorf. Mitgliederbefragung ist in der Diskussion. Gemeinnützigkeit ist nicht bedroht. Von Uwe-Jens Ruhnau

Bekommen Frauen im neuen "Heinrich Heine Kreis" doch noch eine Chance? Fakt ist: Viele potenzielle und auch Gründungsmitglieder sind unglücklich über die Entscheidung, nur Männer im neuen Verein aufzunehmen. "Die Computer sind heute heiß gelaufen, so viele Mails gingen hin und her", sagte Schatzmeister Harald Gaspers nach dem gestrigen RP-Bericht. Der Vorstand wolle nun eine Befragung unter allen Mitgliedern initiieren. Zwar werde die verabschiedete Satzung nun erst einmal verwendet, "aber die muss ja nicht für alle Zeit so bleiben", sagt der Vize-Vorsitzende Andreas Turnsek. Man wolle den Kreis verjüngen und öffnen, daran halte man fest.

Erst im letzten Augenblick, nämlich in der Gründungsversammlung selbst, war von Mitstreitern des verstorbenen Gründers des Heine-Freundeskreises, Karl-Heinz Theisen, der Wunsch aufgebracht worden, nur Männer aufzunehmen. Vereinschef René Heinersdorff fand das "aus nostalgischen Gründen" in Ordnung. Die Versammlung selbst fand nachmittags im Theater an der Kö statt, zu einer Zeit, wo viele der beruflich eingebundenen Interessenten nicht kommen konnten. Das sei "taktisch nicht schlau gewesen", sagt Gaspers. Die Gemeinnützigkeit des Vereins ist übrigens nicht gleich bedroht, wenn der Heine Kreis sich nur auf Männer beschränkt. Nach Auskunft des Finanzministeriums darf sich die Fördertätigkeit aber nicht in erster Linie auf den Mitgliederkreis beschränken. Beim Ausflug ins K20 gestern waren die Frauen beispielsweise dabei.

Quelle: RP
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