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Düsseldorf
Drei Jahre Haft für Ehepaar nach Molotow-Attacke

Düsseldorf. Für einen nächtlichen Brandanschlag auf eine verfeindete Familie und deren schwer behinderten Sohn (16) hat das Landgericht ein Ehepaar (36/41) jetzt zu drei Jahren Haft verurteilt. Auch bei dem Sohn, der mitgemacht und Monate später mit einem selbst gebastelten Molotow-Cocktail noch eine andere Wohnung in Brand setzen wollte, kam das Gericht zum Schuldspruch. Ob gegen ihn eine Strafe festgesetzt wird, ließ das Gericht zunächst offen, setzte diese Maßnahme für zwei Jahre auf Bewährung aus.

Alle drei Angeklagten hatten auf Geständnisse verzichtet, waren aus Sicht der Strafkammer aber als Täter überführt. So gab es Videoaufnahmen, auf denen das Elternpaar kurz nach dem misslungenen Brandanschlag in einem Auto zu sehen war, das laut Augenzeugen mit quietschenden Reifen vom Tatort wegfuhr. Zudem hatte der Fahrer des Wagens erklärt, die Angeklagten in der Tatnacht zum Anschlagsort gefahren zu haben - angeblich ohne zu ahnen, was die Familie dort vorhatte.

Nur durch Glück war der Anschlag erfolglos geblieben, von der schlafenden Familie im Erdgeschoss wurde niemand verletzt. Über den Hintergrund der Tat wurde nicht viel bekannt. Zwischen den Familien soll es früher wegen Nichtigkeiten zum Zerwürfnis gekommen sein. Das Urteil gegen das Elternpaar wegen versuchter schwerer Brandstiftung ist nicht rechtskräftig.

(wuk)
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