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Düsseldorf
"Dügida" will in die Altstadt

September 2015: Breiter Protest gegen "Dügida"
September 2015: Breiter Protest gegen "Dügida" FOTO: Arne Lieb
Düsseldorf. Von der Heinrich-Heine-Allee durch die "wundervolle Düsseldorfer Altstadt" will die rechtsextreme Gruppierung "Dügida" vom nächsten Freitag an ziehen. Das teilt die Bewegung zumindest im Internet mit. Bei der Polizei aber ist diese Strecke nicht angemeldet.

Ein Sprecher bestätigte gestern, dass "Dügida" eine andere Marschroute als die bisherige angemeldet habe. Einzelheiten dazu wolle man derzeit nicht kommentieren. Aber durch die Altstadt führe diese nicht.

Die "Dügida"-Organisatorin hat nach einigen strafrechtlich relevanten Äußerungen zwar Redeverbot bei ihren Aufmärschen. Aber als ihr vergangenen Freitag Gegendemonstranten am Worringer Platz den Weg abschnitten, war ihre Empörung offensichtlich. Eine Ersatzsprecherin brüllte nach verspätetem Demo-Beginn schon da ins Mikrofon, man werde nun gerade in der Weihnachtszeit freitagabends durch die Altstadt ziehen. Der Polizei zufolge ist aber in der Anmeldung von einer anderen innerstädtische Route die Rede.

Um die "Dügida"-Gänger (vergangenen Freitag waren es 35) und die in der Regel um 200 Gegendemonstranten voneinander zu trennen, ist die Polizei bei den Aufmärschen immer mit einem Großaufgebot im Einsatz, sperrt die Route weiträumig ab. Sollte "Dügida" am kommenden Freitag zur Fortuna-Heimspiel-Zeit tatsächlich in der Innenstadt marschieren wollen, befürchten Anlieger einen Verkehrszusammenbruch. Unabhängig von Fußballtermin und Verkehrslage reagierten die Altstadtwirte gestern prompt auf die Ankündigung: ",Dügida' ist hier fehl am Platz. Die Altstadtwirte begrüßen täglich gerne Gäste aus aller Welt und haben keinen Raum für Fremdenfeindlichkeit", sagte Sprecherin Isa Fiedler.

(sg)
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