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Düsseldorf
1,8 Millionen Euro für barrierefreie Bushaltestellen

Düsseldorf - 1,8 Millionen Euro für barrierefreie Bushaltestellen
An barrierefreien Haltstellen sind die Bordsteine höher. Bei Bedarf kann der Bus über seine Luftfederung zur Kante geneigt werden. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Die Bus-Stationen in Düsseldorf werden für Rollstuhlfahrer, Rollator-Nutzer und Eltern mit Kinderwagen umgebaut. Die Arbeiten im Überblick. Von Christian Herrendorf

Die Wehrhahn-Linie bedeutet nicht nur, dass sich das U- und das Straßenbahnnetz grundlegend verändern, sondern in der Folge auch die Bus-Verbindungen. Und wenn Haltestellen schon verlegt und neu ins Netz eingebunden werden, dann kann man diesen Punkt auch nutzen, um sie den modernen Anforderungen anzupassen. Deshalb werden nun Stadt und Rheinbahn rund 1,8 Millionen Euro in die Hand nehmen, um 15 weitere Stationen barrierefrei einzurichten. Damit erfüllt die Landeshauptstadt dann die Vorgaben zur Gleichstellung behinderter Menschen sowie die mit den zuständigen Verbänden abgestimmten Gestaltungsstandrads.

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Um diese Normen zu erfüllen wird die Kante an der Haltestelle, die beim Bordstein um die zwölf Zentimeter hoch ist, auf 18 Zentimeter angehoben. Zudem werden die Kantensteine unten abgerundet oder abgeflacht, damit die Reifen der Busse nicht beschädigt werden, wenn die Fahrer so nah wie möglich an die Kante fahren. Die Busse sind luftgefedert, so dass sie auf der rechten Seite Luft ablassen können, um sich zur Haltestelle zu neigen.

Diese Arbeiten sind nicht konfliktfrei. Im Zuge der nun geplanten Umbauten werden 48 Stellplätze und elf Bäume entfallen sowie jeweils acht neue geschaffen beziehungsweise gepflanzt. Im Mittelpunkt der Anpassung stehen die vier Bus-Linien, die die größten Veränderungen erfahren. Die Arbeiten im Überblick:

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Stadtmitte Im Zentrum werden künftig vier Linien durch die Altstadt fahren, weil dort keine oberirdischen Straßenbahnen mehr unterwegs sind. Da die Oberfläche nach Inbetriebnahme der U-Bahn neu gestaltet wird, werden die Bus-Stationen an der Heinrich-Heine-Allee, an der Benrather und der Steinstraße zunächst provisorisch eingerichtet. Konkrete Pläne gibt es dagegen schon für den Worringer Platz. Dort wird die Nachtbus-Haltestelle in Fahrtrichtung Eller barrierefrei eingerichtet. Kosten: 30.000 Euro.

Düsseltal/Flingern/Grafenberg Die Bus-Haltestellen "Zoo S", "Clara-Viebig-Straße", "Graf-Recke-Straße" und "Rotkäppchenweg" werden allesamt umgebaut, davon betroffen sind 14 Parkplätze und zwei Bäume. Die Gesamtkosten liegen bei rund 425.000 Euro. Die Stationen, die mit den neuen U-Bahn-Linien verknüpft sind (unter anderem Brehmplatz und Schlüterstraße) oder die im Grafental liegen (Hohenzollernallee) werden später barrierefrei eingerichtet.

Düsseldorfer Verkehrstag FOTO: Bretz, Andreas

Bilk Am "Südfriedhof" steht die größte Einzelbaustelle an. Die Haltestelle wird in beide Fahrtrichtung zur Busbucht ausgebaut und angepasst, sieben Bäume gefällt und durch sieben neue ersetzt. Die Kosten liegen bei 307.000 Euro. Am "Georg-Schulhoff-Platz" werden für 161.000 Euro beide Stationen umgebaut, dort entfallen sechs legale Parkmöglichkeiten auf dem Gehweg.

Hamm In diesem Stadtteil werden drei Haltestellen für insgesamt 350.000 Euro modernisiert: "Aderkirchweg", "Florensstraße" und "Kapellweg". Dadurch fallen zehn Parkplätze weg. Am Kapellweg soll ein neuer Gehweg entstehen und für Besucher der Kapelle sechs Längsparkplätze angeordnet werden.

Oberbilk In diesem Stadtteil sind vier Stationen betroffen: "Ellerstraße" (50.000 Euro), "Oberbilker Markt" (48.000 Euro), "Handelszentrum" (63.000 Euro), "Kruppstraße" (287.000 Euro). An den ersten beiden gilt dies zunächst nur für die Fahrtrichtung Vennhauser Allee, in Gegenrichtung gibt es zunächst Provisorien. Das gilt auch für die Haltestelle "Flügelstraße". Es entfallen 13 Parkplätze.

Friedrichstadt Für die Haltestellen "Friedrichstadt S", "Friedrichstraße" und "Kirchplatz" laufen die Planungen noch - sie sind mitunter Teil der neuen Oberflächengestaltung. Für die "Morsestraße" werden bereits jetzt 84.000 Euro investiert um für beide Fahrtrichtungen passende Stationen zu schaffen. Dadurch entfallen zwei Längsparkplätze sowie drei legale Abstellmöglichkeiten auf dem Gehweg.

Quelle: RP
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