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Düsseldorf
71 Prozent wollen Kind aufs Gymnasium schicken

Düsseldorf. Das Gymnasium ist der Top-Favorit unter den Schulen, die sich Düsseldorfer Eltern für ihr Kind wünschen. Ginge es - jenseits konkreter Empfehlungen der Grundschullehrer - nur um die subjektive Präferenz der Väter und Mütter würden sich 71 Prozent für ein Gymnasium entscheiden. Von Jörg Janssen

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung sämtlicher Düsseldorfer, deren Nachwuchs die zweite oder dritte Klasse einer Grund- und Förderschule besucht. 10.558 Eltern waren über die Schulen angeschrieben worden.

6034, also 57 Prozent, hatten im April die Fragebögen schriftlich oder online beantwortet. Weit abgeschlagen folgen hinter dem Gymnasium die Gesamtschulen mit 14 sowie die Realschulen mit 13 Prozent. Lediglich ein Prozent der Grundschul-Eltern gibt an, ihr Kind an einer Hauptschule anmelden zu wollen.

Dass Schulwahl und soziale Situation miteinander verknüpft sind, zeigt ein Blick auf die Ergebnisse in den einzelnen Stadtbezirken. So wollen im Stadtbezirk 5 (Stockum, Lohausen, Kaiserswerth, Wittlaer, Angermund und Kalkum) 89 Prozent der Eltern ihren Nachwuchs auf das Gymnasium schicken, im Stadtbezirk 4 (Ober- und Niederkassel, Heerdt, Lörick) sind es immerhin 85 Prozent.

Zum Vergleich: In Garath und Hellerhof äußerten nur 52 Prozent diesen Wunsch. Diejenigen Düsseldorfer, die sich für die mit Abstand beliebteste Schulform entschieden haben, sind nach eigenen Angaben auch die am besten Informierten. 83 Prozent dieser Befragten gaben an, sich bereits kundig gemacht zu haben. Bei jenen, die sich direkt für eine Gesamtschule entscheiden wollen, waren dies 78 Prozent, gefolgt von Eltern mit Realschulpräferenz (68 Prozent) und solchen mit einer Hauptschul-Entscheidung (rund 50 Prozent).

Aufschlussreich sind die Angaben zum Ganztag. Zwei Dritteln aller Befragten ist ein solches Angebot wichtig oder sehr wichtig. Ein Drittel findet es weniger wichtig oder unwichtig. Allerdings setzt eine klare Mehrheit (61 Prozent) auf freiwillige Angebote am Nachmittag, nicht auf den so genannten gebundenen Ganztag, der für alle Pflicht ist und regulären Unterricht umfasst.

Politiker und Elternvertreter hatten Kritik an den gestellten Fragen geäußert. Es mache in der zweiten Klasse keinen Sinn, Eltern nach der erwarteten Schulform-Empfehlung zu fragen. Aktuell wechseln in Düsseldorf 49 Prozent eines Jahrgangs auf ein Gymnasium.

Quelle: RP
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