| 13.02 Uhr

Düsseldorf
Achenbachs Insolvenzverwalter muss für Immendorff-Affen zahlen

Düsseldorf: Achenbachs Insolvenzverwalter muss für Immendorff-Affen zahlen
Um insgesamt 70 Affen des Künstlers Jörg Immendorff streiten sich die Galerie St. Gilles und der Insolvenzverwalter von Helge Achenbach. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Der Insolvenzverwalter der Achenbach-Unternehmen hat aus dem Lager des Kunstberaters Immendorff-Affen versteigert, die einer Züricher Galerie gehörten. 55.000 Euro muss er jetzt zahlen – es könnte aber noch deutlich mehr werden. 

Eine Zivilkammer des Düsseldorfer Landgerichts hat am Dienstag den Insolvenzverwalter zur Zahlung von 55.000 Euro an die Züricher Galerie St. Gilles verurteilt. Mit den Lagerbeständen der Achenbachschen Kunstberatung waren 2015 der Kammer zufolge zwei Werke von Jörg Immendorff versteigert worden, die der Galerie gehört haben.

Den Erlös für zwei Affen-Skulpturen soll der Insolvenzverwalter nun zurückzahlen. Im April hatte der wegen Betruges zu sechs Jahren Haft verurteilte Helge Achenbach als Zeuge in dem Zivilverfahren die Ansprüche der Schweizer Galerie bestätigt. Demnach habe seine Firma lediglich die Herstellung der Werke im Auftrag der Galerie überwacht.

Insolvenzverwalter prüft Rechtsmittel

Der Insolvenzverwalter prüft nun, ob er gegen das Urteil Rechtsmittel einlegt. Sollte der Beschluss rechtskräftig werden, könnten ihn weitere Ansprüche der Galerie ereilen – die erhebt insgesamt Anspruch auf rund 70 Immendorff-Affen.

Achenbachs Kunstberatung war im Sommer 2014 insolvent geworden, nachdem der Gründer und Inhaber unter Betrugsverdacht in Haft genommen worden war. Helge Achenbach hatte den verstorbenen Aldi-Nord-Erben Berthold Albrecht bei Kunst- und Oldtimergeschäften um Millionensummen betrogen. Seine Haftstrafe verbüßt er derzeit im offenen Vollzug. 

(sg)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Düsseldorf: Achenbachs Insolvenzverwalter muss für Immendorff-Affen zahlen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.