| 00.00 Uhr

Düsseldorf
Viele Fragen, viele Antworten zu Flüchtlingen

Düsseldorf
CDU-Chef Thomas Jarzombek und die Ratsherren Olaf Lehne und Andreas-Paul Stieber waren auf Einladung von Stefan Jansen (von rechts) zur Bürgerversammlung nach Hubbelrath gekommen. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Vier Repräsentanten der Düsseldorfer CDU haben am Samstag bei einer Bürgerversammlung ihrer Partei in Hubbelrath mit rund 100 Gästen intensiv über Flüchtlinge diskutiert - und dabei Fragen beantwortet, die sich Düsseldorfer in vielen Stadtteilen stellen. Die wichtigsten Punkte im Überblick: Von Christian Herrendorf

Stimmt es, dass 70 Prozent der Flüchtlinge einen sehr niedrigen Bildungsstand haben oder Analphabeten sind?

Andreas-Paul Stieber, Mitglied im Jugendhilfeausschuss: "Knapp 2000 der 5200 Flüchtlinge in Düsseldorf sind Kinder und Jugendliche, rund 1000 sind im Grundschulalter. Das ist eine große Chance, die wir nutzen müssen. Wir können diese Kinder bilden und ausbilden, sie sind die Brücke für die Integration."

Fotos: Traglufthalle für Flüchtlinge in Düsseldorf aufgebaut FOTO: dpa, fg jai

Was geschieht auf dem Gelände der Bergischen Kaserne? Werden zu viele Flüchtlinge in Hubbelrath untergebracht?

Olaf Lehne, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses: "Dort soll in winterfesten Zelten eine Erstaufnahme eingerichtet werden. Die Flüchtlinge werden dort registriert, medizinisch untersucht und dann auf andere Unterkünfte verteilt. Genaue Zahlen hat das Land bisher nicht genannt, es ist die Rede von 1000 Plätzen in der Erstaufnahme."

Neue Flüchtlingsunterkunft in der Blanckertzstraße

Stimmt es, dass Flüchtlingskinder auch ohne Schuleinganguntersuchung Düsseldorfer Schulen besuchen?

Pavle Madzirov, Mitglied im Schulausschuss, hat diese Frage an die Verwaltung gestellt und zitierte nun die Antwort. Danach wurden tatsächlich auch Kinder ohne Eingangsuntersuchung eingeschult.

Fotos: Wo Flüchtlinge wohnen können FOTO: dpa, rwe jai

Warum dauern die Verwaltungsverfahren so lange?

CDU-Chef Thomas Jarzombek: "Wir tun auf Bundesebene einiges, um die Verfahren zu straffen. Es wird bald ein einheitliches Computer-programm für die Erfassung geben. Zudem haben wir die Balkanländer zu sicheren Herkunftsländern erklärt, das verkürzt viele Verfahren."

Liebe Leserinnen und Leser,
Ihre Meinung zu RP Online ist uns wichtig. Anders als sonst bei uns üblich gibt es allerdings an dieser Stelle keine Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen. Zu unserer Berichterstattung über die Flüchtlingskrise haben wir zuletzt derart viele beleidigende und zum Teil aggressive Einsendungen bekommen, dass eine konstruktive Diskussion kaum noch möglich ist. Wir haben die Kommentar-Funktion bei diesen Themen daher vorübergehend abgeschaltet. Selbstverständlich können Sie uns trotzdem Ihre Meinung sagen – per Facebook oder per E-Mail.

Quelle: RP
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.