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Düsseldorf. Miriam Koch (50) soll keine Flüchtlingsbeauftragte mehr sein. Sie arbeitet auf Geheiß von Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) an einem größeren Umbau der Verwaltung, an deren Ende die Gründung eines "Integrationsamts" stehen könnte.

Hintergrund ist, dass die Funktion einer Flüchtlingsbeauftragten im Jahr 2015 als Reaktion auf die Flüchtlingskrise geschaffen wurde - eigentlich sieht die Struktur der Stadtverwaltung das Amt nicht vor. In dieser Funktion wurde Koch das Gesicht der Flüchtlingshilfe in Düsseldorf: Die vormalige Fraktionsgeschäftsführerin der Grünen koordinierte auf Geheiß von Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) die Arbeit der Ämter, als eine Vielzahl von Flüchtlingen die Stadt erreichte. Dazu kam die Rolle Düsseldorfs als Drehkreuz, am Flughafen-Bahnhof wurden die Ankommenden aus dem Süden des Landes versorgt und von dort auf Kommunen verteilt. Viele Bürger erlebten Koch zudem bei den teils hitzigen Info-Veranstaltungen zum Bau von Unterkünften.

Nun ist die akute Krise überstanden, die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge ist rapide gesunken. In der Stadtspitze will man das Amt der Flüchtlingsbeauftragten daher abschaffen. Die Unterbringung und Versorgung der Menschen - derzeit rund 7600 in Unterkünften - bleibt aber eine Aufgabe. Daran sind bislang diverse Ämter beteiligt, vom Ausländer- über Wohnungs- bis zum Sozialamt. Nun steht im Raum, dass rund 400 Mitarbeiter zusammengezogen werden, sie sollen sich auch um die Anliegen anderer Ausländer kümmern, etwa den Expats, also vorübergehend in der Stadt weilenden Mitarbeitern. "Wir wollen die Ämter in einer Einheit bündeln", sagt Koch. Möglicherweise wird das auch räumlich geschehen. Als wahrscheinlich gilt, dass Koch die Leitung übernimmt. Arne Lieb

Quelle: RP
 
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