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Düsseldorf. Wer schon ein einzelnes Vorstellungsgespräch als Folter empfindet, sollte lieber keine Karriere in der Düsseldorfer Stadtspitze anstreben. Christian Zaum (39), der seinen Hut als nächster Ordnungsdezernent in den Ring geworfen hat, muss in diesen Tagen immer wieder darlegen, warum er glaubt, der richtige Mann für den schwierigen Job zu sein. Dass die CDU-Fraktion seine Bewerbung unterstützt, ist klar, schließlich ist er nicht nur seit sieben Jahren ihr Geschäftsführer, sondern auch der Kandidat, den die Union für den Spitzenposten vorgeschlagen hat - sie ist wegen des Proporzes im Rathaus an der Reihe. Um vom Stadtrat gewählt zu werden, braucht Zaum aber eine Mehrheit und daher Hilfe der anderen Fraktionen. Die wollen den Bewerber kennenlernen: Gestern war er in den Sitzungen von SPD, Grünen und FDP zu Gast, heute folgt ein Besuch bei der Fraktion Freie Wähler/Tierschutzpartei. In der kommenden Woche spricht Zaum bei der Linkspartei vor.

Die Signale von Liberalen und Grünen sind bislang wohlwollend - zumal die FDP-Fraktion Zaum aus der Zeit der schwarz-gelben Ratsmehrheit gut kennt -, auch bei den Sozialdemokraten gilt er als nicht unbeliebt. Nicht ausgeschlossen aber, dass manche den Ärger um die Wahl von Kämmerin Dorothee Schneider vor zwei Jahren noch nicht verwunden haben. Die CDU hatte die SPD-Kandidatin im Vorfeld als "nicht qualifiziert" abgetan.

Am 6. April soll der Rat den Juristen Zaum in sein Amt wählen, sofern sich nicht doch noch Widerstand aufbaut. Spannend ist, um welche Bereiche er sich kümmern wird: Mit Ordnung und Recht wäre sein Ressort vergleichsweise klein. Immer wieder wird spekuliert, die Wirtschaftsförderung könnte hinzukommen. Arne Lieb

Quelle: RP
 
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