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Düsseldorf. Burkhard Albes gilt nicht als Freund von Streit und hat dafür das passende Amt. Der 53-jährige Sozialdemokrat ist seit 2014 Vorsitzender des Sportausschusses, das politische Gremium mit der wohl höchsten Rate an einstimmigen Entscheidungen - bis jetzt. Albes möchte zwar keinen Streit anfangen, hat sich aber offensichtlich sehr geärgert. In letzter Zeit seien über die Sportstadt Düsseldorf Behauptungen und Meinungen geäußert worden, die ihr nicht gerecht würden. Deshalb hatte Albes für gestern eine Pressekonferenz anberaumt und dafür so viele Mitstreiter eingeladen, dass deren Zahl nur knapp das Unentschieden mit dem Wert der anwesenden Medienvertreter schaffte. Gemeinsam stellten sie elf Punkte vor, in denen die Sportstadt aus ihrer Sicht glänzend dasteht. Wer ihn zu alledem veranlasste hatte, sagte Albes selbst auf Nachfrage nicht.

Seine Vorgängerin als Ausschussvorsitzende, Monika Lehmhaus (FDP), hatte vor einigen Wochen erklärt, sie sei mit der Lage der Sportstadt nicht zufrieden. Junge Leute stünden kritisch zur Sportstadt, die Wünsche der Bürger würden nicht abgefragt, Events seien nicht nachhaltig, sportpolitische Entscheidungen würden vor allem in kleinen Zirkeln getroffen.

Albes und der Kreis seiner Mitstreiter hielten der Kollegin, deren Namen sie nicht nennen wollten, nun zahlreiche Argumente entgegen: Es habe sehr wohl Bürgerbefragungen gegeben, etwa zu den Wünschen im Angebot "Sport im Park" oder als Teil der Bevölkerungsumfrage 2016. Anlässlich der Tour de France gebe es den Nachwuchswettbewerb "Petit Départ", und die Zahl der 19- bis 40-jährigen Mitglieder in Düsseldorfer Sportvereinen sei zwischen 2010 und 2016 um rund 25 Prozent gestiegen. Christian Herrendorf

Quelle: RP
 
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