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Düsseldorf. Winrich Meiszies ist im Juli des vergangenen Jahres offiziell als Leiter des Düsseldorfer Theatermuseums verabschiedet worden - dennoch arbeitet er weiter für das Haus. Und das heißt in diesen Tagen vor allem: Er kämpft für eine aus seiner Sicht würdige Fortexistenz des Museums beziehungsweise gegen Pläne, "die die Arbeits- und Wirkungsfähigkeit des Theatermuseums gegen Null gehen lassen", wie er jetzt in einem Interview mit dem Bundesverband der Bibliotheken und Museen gesagt hat. Dass Meiszies nicht alleine ist mit seinen Forderungen, ist heute Vormittag zu erleben. Dann wollen Vertreter des Freundeskreises des Theatermuseums eine Petition an Oberbürgermeister Thomas Geisel übergeben. Nach eigenen Angaben haben sie mehr als 4000 Unterschriften gesammelt.

Meiszies spricht über Geisel in dem erwähnten Interview wenig diplomatisch. "Die letzten drei Oberbürgermeister (inklusive des aktuellen) haben Kultur nicht als Wert an sich in der kommunalen Gemeinschaft, sondern als Mittel des Stadtmarketings angesehen", heißt es. Dem Sportfan Geisel reiche ein B- oder C-Schauspiel und von den traditionellen Theaterbauten der Stadt wolle er sich gerne befreien - ebenso von dem Institut, das sich um die Theatergeschichte kümmere.

Der jüngste Beitrag der Debatte ist zehn Tage vor der Ratssitzung veröffentlicht worden, in der über das mögliche neue Kulturzentrum am Konrad-Adenauer-Platz 1 entschieden wird. Meiszies und seine Mitstreiter hatten vorgeschlagen, dort ein "Zentrum der Theaterdokumentation" zu etablieren, finden dies in den aktuellen Plänen aber nicht wieder. Die Verwaltung habe die "räumlichen Anforderungen" des Projekts "auf ein Minimum eingedampft". Christian Herrendorf

Quelle: RP
 
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