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Düsseldorf

Düsseldorf. Thomas Geisel hat gestern ein Gremium des Stadtrates kennengelernt: den Ausschuss für Gleichstellung. In der Verwaltungsspitze ist der Oberbürgermeister für den Ausschuss zuständig, bisher hatte er es aber noch nicht zu einer der Sitzungen geschafft. Bewirkt hat die Premiere die stellvertretende Vorsitzende des Gremiums: Sabine Schmidt (CDU). Sie hatte eine Anfrage zu Geisels Lieblingsthema (Tour de France) gestellt und es mit einem ihrer Lieblingsthemen (Gleichstellung) verknüpft. Was die Stadt denn unternehme, um Frauen und Mädchen für den Radsport zu begeistern und ob die Durchführung des Grand Départ denn mit der EU-Charta für die Gleichstellung vereinbar sei, wollte sie wissen.

Das Thema besitzt offensichtlich Berechtigung: In den Düsseldorfer Radsportvereinen gibt es aktuell 71 weibliche Mitglieder, das entspricht einem Anteil von 15 Prozent. Ähnlich war die Quote der Teilnehmerinnen auf der kürzeren Strecke beim "Race am Rhein" im September, beim Nachwuchsrennen "Petit Départ" war immerhin ein Viertel der jungen Sportler Mädchen.

Geisel beendete seine bis dahin statisch geprägte Antwort auch für Spott. Die EU-Charta beziehe sich nicht auf Veranstaltungen, die nach den Regularien der Sportverbände oder anderer Institutionen durchgeführt werden. "Wir können als auch weiter straffrei zu Spielen von Fortuna Düsseldorf in die Arena gehen", schloss der Verwaltungschef.

Sabine Schmidt ließ nicht locker und forderte spezielle Werbung oder Veranstaltungen, um Radsport für Frauen interessant zu machen. Die Antwort dazu kam von Sportamtsleiter Pascal Heithorn - der Oberbürgermeister hatte die Sitzung wegen eines anderen Termins schon wieder verlassen.

Christian Herrendorf

Quelle: RP
 
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