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Düsseldorf. Der Satiriker und Karnevalskünstler Jacques Tilly ist schon lange im Geschäft, seit nunmehr 33 Jahren baut er betörende und verstörende Wagen für die Narren in Düsseldorf. Kein Rosenmontagsumzug ohne die Ideen des Kreativgiganten. Genau damit startet der 53-Jährige jetzt eine bemerkenswerte Zweitkarriere, und zwar als Internet-Star mit bombastischer viraler Durchschlagskraft.

Noch nie zuvor wurde über seine zumeist politisch hoch brisanten Gefährte im weltweiten Netz so viel geschrieben, gewettert und gelobt wie in diesem Jahr, wie der Künstler gestern bilanzierte. Fast 650 Internetseiten zählte er, die seine spitzen Darstellungen von Politikern und dem Weltgeschehen (Donald Trump, Brexit) aufgriffen. Besonders die Amerikaner fanden Gefallen an den kontroversen Darstellungen, dicht gefolgt von Frankreich, Polen und den Niederlanden.

"Seit einigen Jahren schon bemerken mein Team und ich, dass die internationale Resonanz immer größer wird", sagte Tilly, der selber noch verblüfft ist über dieses Feedback. "Die rechtspopulistische Weltlage, die mich ja sehr beschäftigte, beschäftigt offenbar noch viele andere Menschen weltweit." Sein Credo lautet aber dennoch ganz bodenständig: "Ich mache vor allem Kunst und Satire für die Menschen, die live beim Düsseldorfer Rosenmontagszug dabei sind."

Sein Siegeszug der Satire scheint auch in der Offline-Welt unaufhaltsam: Einen Wagen baute er für die Tschechen um, sein Brexit-Gefährt tuckert derzeit durch London. Schöne, neue Welt mit Jacques Tilly - das beeindruckt auch die Düsseldorf Tourismus GmbH. Diese zählte an gesamter Karnevals-Berichterstattung mehr als 8000 Artikel im Netz, die Online-Interaktionen liegen bei 300.000. Großes Lob: "Auch Dank Jacques Tilly." Brigitte Pavetic

Quelle: RP
 
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