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Düsseldorf. Zwei Monate ist Ulrich Wensel jetzt Kreisvorsitzender der Jungen Union. Dort möchte er dafür sorgen, dass sich die CDU wieder mehr in den "bürgerlich-vernünftigen" Teil des politischen Spektrums bewegt - das bedeutet für ihn nach rechts. Zuletzt engagierte sich der 30-jährige Theologiestudent in der Gruppe des "Konservativen Dialogs", die der CDU die neue Richtung vorgeben will. Wensel wünscht sich eine weniger emotionale Flüchtlingspolitik, einen weniger "überhasteten" Atomausstieg und eine angepasste Wehrpflicht.

"Es war ein Fehler, die allgemeine Wehrpflicht auszusetzen", sagt Wensel. Aus der Jungen Union habe es nicht nur für die 2011 gefällte Entscheidung, sondern auch für die Haltung der aktuellen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Kritik gegeben. Wensel sei für eine neue Pflicht, in "abgeänderter Form". In der Flüchtlingspolitik wünsche er sich"weniger Emotionen". Ein Widerspruch zu seinem christlichen Weltbild und dem Priesterseminar, das Wensel anderthalb Jahre lang besuchte? "Wir sollten jedem, der in Not ist, helfen. Dennoch dürfen wir in der Flüchtlingskrise nicht nur aus ideologischen Standpunkten heraus handeln." Er nennt die Stichworte "Realpolitik" und "Augenmaß", man müsse zwischen Kriegsflucht und "Wirtschaftsmigration" unterscheiden. Vor allem gelte es, unberechtigt ins Land gekommene Flüchtlinge auszuweisen - eine Position, in der sich die JU stark von den Jusos und der Grünen Jugend unterscheide, wie Wensel anmerkt.

Seine eigene wirtschaftliche Zukunft ist noch offen: Er könne sich vorstellen, in den Immobilienbereich zu gehen, in dem er schon nebenbei arbeite. Aber auch eine theologische Lehrtätigkeit schließe er nicht aus. Oliver Burwig

Quelle: RP
 
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