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Düsseldorf. Viele Mitglieder des Stadtrats sehen es eher als lästiges Übel, sich über Finanzfragen wie dem Verkauf des Kanalnetzes den Kopf zerbrechen zu müssen. Anders bei Helga Leibauer. Die 60-Jährige ist gelernte Bankkauffrau, leitete für zehn Jahre den Rechnungsprüfungsausschuss - und ist in der SPD-Fraktion im Stadtrat gefragt, wenn es darum geht, sich eine gemeinsame Meinung zu komplexen Zahlenwerken zu bilden. Dabei genießt sie höchstes Vertrauen. Das zeigte sich gestern Abend. Da wählten die Genossen sie zu einer der Stellvertreterinnen von Fraktionschef Markus Raub - und zwar mit einem Traumergebnis. Leibauer erhielt die Stimmen aller 23 anwesenden Mitglieder (einer fehlte), mehr als die bisherigen Stellvertreter Martin Volkenrath (17) und Ursula Holtmann-Schnieder (15). Gegenkanidaten gab es nicht. Auch nicht für Raub, der mit 19 Stimmen wiedergewählt wurde.

Der Posten der dritten Stellvertreterin, den Leibauer bekleidet, ist neu: Eine Änderung der Gemeindeordnung erlaubt ihn bei großen Fraktionen. Die Sozialdemokraten fanden es sinnvoll, die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen. Helga Leibauer kann dabei darauf zählen, dass sie die Arbeit im Rat so gut wie kaum jemand anders kennt: Bereits seit 1994 gehört die Mutter von zwei Töchtern dem Gremium an. Neben ihrem Faible für die Finanzen liegt ihr vor allem ihr Heimatstadtteil Gerresheim am Herzen. Wegen der vielen dort anstehenden Bauprojekte hat die SPD sie in den Planungsausschuss gebracht, wo sie unter anderem über die Gestaltung des Quartiers an der Glashütte mitbestimmt. Für die SPD kümmert sie sich auch um eine der heikelsten Finanzfragen der Stadt: Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Kleinen Kommission zur Tour de France. Die soll darüber wachen, dass das Radrennen nicht teurer als erwartet wird. Arne Lieb

Quelle: RP
 
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