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FOTO: Staschik Olaf
Düsseldorf. Der Leiter des Düsseldorfer SOS-Kinderdorfs hat eine turbulente Woche hinter sich. Ständig musste er sich rechtfertigen. Denn während der Jugendtreff vom SOS-Kinderdorf in Garath sein Sommerfest feierte, fand der Graffiti-Contest von Skylinez unter Leitung von Damian Bautsch statt. Dabei gerieten nicht nur die gewaltverherrlichenden Graffiti ("Friede, Freude, Bullenklatschen") in die Schlagzeilen, sondern auch das SOS-Kinderdorf Düsseldorf. Stauber betonte nun mehrfach, der Graffiti-Wettbewerb sei nicht seine Veranstaltung, Skylinez habe sich vor fünf Jahren "drangehängt". Seine für Pressearbeit zuständige Mitarbeiterin hatte das im Vorfeld anders gesehen, Nähe zu Bautsch hergestellt und den Wettbewerb gelobt. So kam Stauber mehrfach in Erklärungsnot. Und wer wo welche Aufsichtspflicht verletzt hat, muss noch geklärt werden.

Stauber, der Ex-Handballer (Tusem Essen), hat eine beachtliche Karriere gemacht: Der Diplom-Pädagoge und Psychologe startete 2009 mit vier Mitarbeitern in Garath. Anfangs arbeitete er im Auto, heute ist er Chef von 160 Mitarbeitern, davon ein Drittel in Teilzeit. Schon 2010 übernahm das SOS-Kinderdorf den Jugendtreff an der Frankfurter Straße, wo das Sommerfest stattfand. Sein Büro fand er in Garath Süd-Ost, von wo aus er expandierte mit dem Familientreff und dem Spielgruppen-Treff für unter Dreijährige. 2013 übernahm das SOS-Kinderdorf einen städtischen Kindergarten, was für viel Aufmerksamkeit sorgte, weil die Politiker nicht informiert wurden. Inzwischen gibt es eine zweite Kita sowie Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. 2014 kam der Mehrgenerationentreff HellGa hinzu, es gibt zwei Häuser für SOS-Kinderdorf-Familien und der Bau eines Zentrums ist in Planung. Birgit Wanninger

Quelle: RP
 
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