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Düsseldorf. Sie findet es fantastisch und würde es immer wieder tun: Die SPD-Politikerin Walburga Benninghaus geht einen Teil des Jakobsweges. Die Idee dazu hegte die Sozialpädagogin und frühere Landtagsabgeordnete schon seit Jahren, sie war aber mit einer Voraussetzung verbunden: "Ich wollte entweder traurig oder glücklich sein."

Traurig war die Politikerin, als sie bei der vergangenen Landtagswahl aus dem Landtag ausschied. Entschlossen buchte sie einen Flug nach Santiago de Compostela und besuchte dort Freunde. Dann fuhr sie mit dem Bus ins etwa 100 Kilometer entfernte Sarria. Dort beginnen viele Pilger ihre Reise - so auch die 62-Jährige. 50 Kilometer hat sie schon zurückgelegt und ist bis nach Arzúa gegangen. Pro Tag läuft sie zwischen 20 und 25 Kilometer. Um dieses Pensum bei angenehmen Temperaturen zu schaffen, beginnt ihr Tag früh morgens um sieben Uhr. "Es wird hier richtig heiß, bis über 30 Grad", sagt sie. Nachmittags macht sie dann lieber eine Pause.

Benninghaus geht den Weg alleine, lernt aber, so sagt sie, jeden Tag neue Menschen kennen. Deutsche habe sie bis jetzt noch nichtgetroffen, dafür viele Spanier. Den Kopf bekommt Walburga Benninghaus, laut eigener Aussage, während ihrer Wanderung frei und nimmt sich vor, nächstes Jahr einen weiteren Teil zu gehen. "Diese Leichtigkeit, die ich hier fühle, ist unglaublich", schwärmt sie und erzählt, dass sie sich viele Gedanken über die Vergangenheit und die Zukunft gemacht habe. Ihr "Weg" sei noch nicht zu Ende, da ist sich die leidenschaftliche Politikerin sicher.

Der Jakobsweg endet für sie zumindest nicht in Santiago de Compostela, sondern am Kap Finisterre, an der Küste Portugals. Dort möchte die Politikerin abschließend ein paar Tage entspannen.

Alessa Brings

Quelle: RP
 
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