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FOTO: Bretz Andreas
Düsseldorf. Ein Auto hat er noch nie besessen. In der Großstadt sei das auch nicht nötig gewesen, sagt er. Und wenn es nach Iko Tönjes geht, werden in Zukunft mehr Menschen wie er auf das Fahrrad oder die Bahn umsteigen. Der Vorstand des Düsseldorfer Kreisverbands des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) nutzt die aktuelle Debatte um Luftverschmutzung und Diesel-Skandal und fordert mehr Härte auf dem Weg zu mehr Luftqualität in Düsseldorf. Der VCD hat daher der Stadt, der Rheinbahn und der Arbeitsgruppe für den Luftreinhalteplan jetzt einen Zwölf-Punkte-Plan vorgelegt. In der Diskussion um Fahrverbote und Nachrüstung vermisst der 63-Jährige aus Lörick nämlich vor allem lokale, schnell umsetzbare Maßnahmen, die Alternativen zum privaten Autofahren attraktiver machen. Von Tanja Karrasch

Der VCD fordert daher mehrere Fahrrad-Hauptrouten in die Innenstadt und zu Hauptzielen wie Uni, Hauptbahnhof oder zum Flughafen. Einige Autoparkplätze sollen nach den Plänen des Verkehrsclubs Fahrradstellplätzen weichen. In der Innenstadt soll es keine kostenlosen Parkplätze mehr geben. Auch Firmen sollen künftig Mitarbeitern Parkplätze nicht mehr kostenfrei zur Verfügung stellen, und stattdessen günstigere Job-Tickets anbieten. Grundsätzlich brauche die Stadt mehr Busse und Bahnen, auf deren Fahrtzeiten sich die Nutzer verlassen können. Das Erscheinungsbild, der Wartekomfort und das Sicherheitsgefühl von Bahnhöfen müsse aufgewertet werden, sagt Tönjes, der hauptberuflich für die Rheinbahn arbeitet. Er erstellt Statistiken und betreibt Marktforschung. Im VCD ist er seit der Gründung 1986 ehrenamtlich aktiv. Tönjes hofft, mit den Vorschlägen eine Diskussion auf allen Ebenen auszulösen - und auf eine zeitnahe Umsetzung.

Quelle: RP
 
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