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FOTO: Sebastian Wagner - Humboldt-Stiftung/Elbmotion
Düsseldorf. In seinem Fach gehört Wolf B. Frommer zu den bekanntesten Forschern der Welt. Deswegen war die Freude groß, als der Pflanzenforscher im April seine Arbeit an der Heinrich-Heine-Uni aufnahm. Der Biologe kam von der kalifornischen Stanford-Universität an das neue Institut für Molekulare Physiologie. Dies geschah im Rahmen einer Humboldt-Professur, die mit fünf Millionen Euro dotiert ist.

Jetzt macht der Forscher erneut Schlagzeilen. Er führt ein internationales Forscherteam aus Deutschland, den USA, Frankreich, Kolumbien und den Philippinen an. Es forscht an resistenten Pflanzen gegen einen gefährlichen Krankheitserreger beim Reis. Das Projekt wird bis 2021 von der Bill & Melinda Gates Foundation mit sechs Millionen US-Dollar unterstützt.

Bei dem Projekt geht es um den Kampf gegen die Weißblättrigkeit, eine Pflanzenkrankheit, die Hungersnöte in Afrika und ganz Südostasien, vor allem in Indien auslösen kann. Die Forscher haben einen Weg gefunden, Pflanzen gegen den bakteriellen Erreger resistent zu machen. Frommer ist Experte für Transportprozesse in Pflanzen. Die von seiner Arbeitsgruppe identifizierten sogenannten Sweet-Zuckertransporter spielen eine Schlüsselrolle für die Resistenz. Pflanzen benötigen diese Transporter, um die bei der Photosynthese in den Blättern produzierten Zucker zu den Samen zu bringen. Diesen Transportmechanismus programmieren die Erreger um. Untersuchungen zeigten, dass die Bakterien die Transporter in Reiszellen gezielt aktivieren und sich so Zugang zu Nährstoffen verschaffen. Verhindert man die Aktivierung, können sich die Bakterien nicht vermehren. Frommer will mit dem Team den Krankheitserregern nun den Zugang zu ihrer Speisekammer verschließen: "So hungern wir sie aus." Uwe-Jens Ruhnau

Quelle: RP
 
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