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FOTO: stadt meerbusch
Düsseldorf. Die Stadtverwaltung weiß sehr viel über Düsseldorf und seine Bürger. Das reicht von den Standorten der Spielplätze über die Schülerstatistik bis zu den genauen Summen im städtischen Haushalt. Bürger haben es aber oft schwer, wenn sie Daten einsehen oder nutzen wollen. Alice Wiegand soll das ändern. Die 52-Jährige ist Anfang des Monats als Beauftragte für Open Data gestartet. Sie soll ein Portal für öffentliche Daten aufbauen. Privatpersonen und Firmen könnten daraus etwa Karten oder Apps gestalten - und den Behörden auf die Finger schauen.

Das Thema beschäftigt bereits viele Kommunen. Das Düsseldorfer Ampel-Bündnis aus SPD, Grünen und FDP und der Ratsherr der Piraten wollen seit längerem nachziehen, Oberbürgermeister Thomas Geisel drängt ebenfalls auf mehr Digitalisierung. Mit der Personalie dürfte Fahrt ins Projekt kommen. Wiegand betont, es handele sich nicht nur um ein Spielzeug für Technik-Nerds. "Offene Daten haben praktischen Nutzen", sagt sie. "Außerdem sind sie ein Ausdruck von Transparenz."

Sie weiß aber auch, dass es viele Hürden gibt, wenn man Daten befreien will - und manches vertraulich bleiben muss. Oft stehen rechtliche Bedenken oder Datenschutz im Weg. Wiegand muss sich auch um technische Fragen kümmern und dürfte das eine oder andere Amt von einer neuen, offeneren Mentalität überzeugen müssen. Ein Startdatum nennt sie noch nicht.

Wiegand ist aber gut im Thema: Sie hat 20 Jahre in der IT-Abteilung in Meerbusch gearbeitet und dort ein Daten-Portal initiiert. Sie hat bereits damit begonnen, den Kontakt zur digitalen Szene in Düsseldorf aufzubauen. Zur Bewegung rund um freies Wissen im Netz hat sie ohnehin einen engen Draht: Sie gehört zum Kuratorium der Stiftung hinter dem Lexikon Wikipedia. Arne Lieb

Quelle: RP
 
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