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Name und Nachricht: Düsseldorf
FOTO: Hans-Juergen Bauer
Düsseldorf. Entspannt liegt Karl-Heinz John auf einer Liege im evangelischen Gemeindehaus an der Florastraße in Unterbilk. Er ist zum Blutspendertermin des DRK gekommen. Der Düsseldorfer ist ein erfahrener Blutspende. Seit den 80er Jahren kommt er regelmäßig zu den Terminen. "Wenn ich es einrichten kann und nicht krank bin, dann bin ich immer dabei", sagt der 61-Jährige. "Ich könnte ja selber mal in Verlegenheit geraten und wegen eines Unfalls oder einer Operation auf Blut angewiesen sein.

Wieso sollte ich also anderen mein Blut verwehren", findet er. Nun war es sein 77. Mal. Diese Zahl sollte man eigentlich mit einem Schnäpschen feiern, findet er. Aber Alkohol nach der Spende geht natürlich gar nicht. Alle drei Monate eine gute Tat zu vollbringen sei eine gute Sache, meint John. Häufig versuche er, Bekannte zu überreden, leider ohne Erfolg. "Ich habe keine Ahnung, warum immer weniger Menschen zum Spenden kommen.

Das kostet doch nichts und ist nur ein kleiner Zeitaufwand." Und hinterher gebe es auch immer etwas zu Essen und zu Trinken. Seit längerem ist die Zahl der Blutspenden in Düsseldorf rückläufig. 2011 waren 9584 Menschen im Jahr bereit, sich piksen zu lassen. 2016 nur noch 7049. Gründe dafür gibt es viele: In den Ferien und zu Grippezeiten brechen die Zahlen ein. Ältere müssen häufig Medikamente nehmen und fallen aus. Es gibt nicht genug Erstspender, die das ausgleichen könnten.

Der Bedarf könne zwar gedeckt werden, in Katastrophenfällen würde es jedoch kritisch, sagt Detlef Hasenkox, Referent beim DRK. Das DRK möchte mit einer Aktion neue Spender finden. Als Anreiz gibt es für Werber eine Powerbank, Geworbene erhalten ein Multi-Werkzeug. Nicole Esch

Quelle: RP
 
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