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Nachruf
Düsseldorf

Düsseldorf. In einem Düsseldorfer Reitstall hatten sie sich vor sechs Jahrzehnten kennengelernt und verliebt: Der 2013 verstorbene Galerist Hans-Georg Paffrath und die damals 17 Jahre junge Helena Baronesse Åkerhielm aus Stockholm. Ein Jahr später fuhr Paffrath mit seinem Mercedes nach Schweden. Während der Olympischen Sommerspiele 1956 hielt der Kunsthändler von der Königsallee dort um die Hand der schwedischen Juniorenmeisterin im Dressurreiten an. Die beiden wurden ein perfektes Paar, das mit zwei Söhnen und drei Töchtern im Haus an der Kö 46 lebte und arbeitete. Für Helena Paffrath, die nun mit 79 Jahren gestorben ist, war die Familie das größte Glück, und ihre Kinder standen stets an erster Stelle. Aber die warmherzige und elegante Schwedin wurde auch als bezaubernde Gastgeberin für Gesellschaften, viele schwedische Feste und die legendären Lucia-Bälle weit über die Stadtgrenzen hinaus geschätzt. Während ihr Mann als königlich schwedischer Generalkonsul offizielle Bande zwischen Deutschland und Schweden knüpfte, kümmerte sie sich als Präsidentin des Schwedischen Vereins um die Landsleute, die nach NRW kamen. König Carl XVI. Gustaf zeichnete sie mit dem schwedischen Orden seiner Königlichen Majestät aus.

Helena Paffraths Vater hat als Oberhofprediger von Stockholm übrigens Carl Gustaf und seine Braut Silvia Sommerlath getraut. Und wenn Königin Silvia in Düsseldorf weilte, traf man sich. Bis zuletzt genoss die Großmutter von 13 Enkelkindern das Familienleben, einmal pro Woche trafen sich die Geschwister bei ihr zum Mittagessen. Besonders glücklich war Helena Paffrath, dass sie ihre erst vier Wochen junge Urenkelin Lucia noch im Arm halten konnte. Dagmar Haas-Pilwat

Quelle: RP
 
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