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FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Kultur und Politik sind bisweilen zwei Seiten ein und derselben Medaille. Und so ist es für Vincent Muller am Ende nur konsequent, dass er als Generalkonsul der Französischen Republik seit dem 1. September auch Leiter des französischen Kulturinstituts in Nordrhein-Westfalen ist. Den meisten Bürgern ist diese Einrichtung als Institut français bestens bekannt. Zwei Standorte in Düsseldorf und in Köln gibt es. Und so wird der gebürtige Elsässer, der in einer Winzerfamilie in der Nähe von Straßburg aufwuchs, künftig häufiger zwischen den beiden Rhein-Metropolen pendeln.

Die Entscheidung, die Führung der Institute in die Hand eines Diplomaten zu legen, hat bereits Vorbilder in Hamburg und Stuttgart. "Mein Ziel ist es, die Arbeit des Instituts so zu gestalten, dass es zu einer Schmiede des europäischen Bürgergefühls wird", sagt der 53-Jährige. Spannende, im Kern politische Debatten, beispielsweise über die künftige europäische Verteidigungspolitik, soll es in Zukunft in den Instituten häufiger geben.

Muller, der Politische Wissenschaften, Jura und Geschichte studierte, findet die Änderung ("eine Art Verwaltungsreform") deshalb nur konsequent. Eine Stelle, so der Legationsrat erster Klasse, werde mit der Änderung im Übrigen nicht eingespart. "Wir haben die Position eines stellvertretenden Leiters des Instituts neu geschaffen", sagt er. Einnehmen wird sie Ahmed Ahouani, der vom Kölner Institut français aus agieren wird. Bis zum Jahreswechsel will Muller nun an einem Konzept arbeiten.

Neue Partner will er gewinnen, die wichtige kulturelle Facette der deutsch-französischen Freundschaft noch breiter aufstellen. "Alles soll dem Ziel der europäischen Einheit dienen", sagt Muller. Jörg Janßen

Quelle: RP
 
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