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Düsseldorf. Im Stadtrat ist sie seit vielen Jahren als angriffslustige Rednerin bekannt (und zuweilen auch gefürchtet), nun hat Marie-Agnes Strack-Zimmermann, stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP und frisch gewählte Abgeordnete im neuen Parlament, erstmals gezeigt, dass sie diese Fähigkeit auch auf bundespolitischer Ebene besitzt - und zwar im Polittalk bei Anne Will.

Am Sonntagabend war Strack-Zimmermann in der ARD-Sendung zum Thema "Nach der Protestwahl - Wäre Jamaika die richtige Antwort?"zu Gast und behauptete sich dort unter anderem im Rededuell mit dem schleswig-holsteinischen Umweltminister Robert Habeck (Grüne) und dem bayerischen Finanzminister Markus Söder (CSU). Vor allem in der Diskussion mit Letzterem ging Strack-Zimmermann immer wieder auf Konfrontationskurs und bezeichnete zum Beispiel die Forderung der CSU nach einer Obergrenze für die Einwanderung von Flüchtlingen als "mathematischen Unfug". "Als ob da dann einer an der Grenze steht und zählt." Auch von Robert Habeck - der es zwischendurch ganz offensichtlich gut meinte und die Gemeinsamkeiten von FDP und Grünen herausarbeiten wollte - ließ sich die 59-Jährige nur ungern etwas sagen. Zu einer Jamaika-Koalition im Bund zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen äußerte sie sich kritisch. Bei Jamaika stelle man sich einen Sandstrand mit Reggae, Cocktails und einem Joint in der Hand vor - in diese Vorstellung passten zum Beispiel der Grünen-Politiker Jürgen Trittin und CSU-Chef Horst Seehofer und ihre unterschiedlichen politischen Auffassungen so gar nicht hinein. Eine Jamaika-Koalition sei "gar nicht sexy".

Für ihren Auftritt hatte sie indes auch Unterstützung mitgebracht: Ehemann Horst verfolgte die Debatte im Publikum. Laura Ihme

Quelle: RP
 
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