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FOTO: Hans-Juergen Bauer
Düsseldorf. Die Rheinbahn ist ein besonderes Unternehmen. Andernorts würde der Wechsel des Betriebsratsvorsitzenden in die Riege der leitenden Angestellten für irgendwas zwischen Verwunderung und Aufschrei sorgen. Beim Düsseldorfer Nahverkehrsunternehmen ist dies dagegen beinah schon eine wohl gepflegte Tradition. Walther Hülshoff war Gewerkschafter und Vorstand, Peter Ackermann wechselte in den 90ern von der Personalvertretung in die oberste Etage, nun hat Uwe David (51) seinen Posten als Vorsitzender des Betriebsrats aufgegeben und ist ab sofort Abteilungsleiter Personal. Das ist nach Vorstand und den Bereichsleitern die dritte Führungsebene.

David ist seit 1982 bei der Rheinbahn, wurde 1994 Mitglied des Betriebsrats, in den vergangenen sieben Jahren stand er ihm vor. Aus dieser Zeit sind keine lautstarken oder aufsehenerregenden Auseinandersetzungen mit der Unternehmensspitze überliefert. Doch trotz des guten Verhältnisses ist der neue Posten alles andere als eine Belohnung. Im Bereich Personal besteht eine Menge Handlungsbedarf. Der Altersdurchschnitt bei der Rheinbahn ist hoch, es müssen neue Fahrer eingestellt werden und noch viel mehr, wenn die Pläne der Ampel-Kooperation zur Verkehrswende voll umgesetzt werden.

Ein Pfund bringt David dabei auf jeden Fall mit. Er hat mit der "belastungsorientierten Dienstplanung" auch auf Bundesebene Aufmerksamkeit erhalten und zuletzt einen guten Deal für die Belegschaft bei den Ausgleichszahlungen für das Anlegen der Dienstkleidung ausgehandelt. Trotz alledem hat auch Verdi schnell reagiert. Auf der Internetseite der Betriebsräte stand David am 30. September noch, nun ist er dort bereits verschwunden.

Christian Herrendorf

Quelle: RP
 
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