| 00.00 Uhr

Name & Nachricht
Düsseldorf

Düsseldorf. Eigentlich rät er dringend davon ab, Fremde ins Haus zu lassen. Jetzt aber will Lutz Türk, Seniorenbeauftragter der Polizei, selbst eingeladen werden. Der Kriminalhauptkommissar hofft, durch sein Hausbesuch- Angebot noch mehr ältere Menschen zu erreichen, um sie über Methoden von Trickdieben und Betrügern zu informieren.

Seit knapp 20 Jahren ist Türk im städtischen Seniorenbeirat, in den Zentren Plus und in Seniorenheimen regelmäßiger Gast, gibt dabei nicht nur über die Maschen der Täter Auskunft, sondern informiert auch darüber, wie sich ältere Menschen vor Straftaten schützen können. Mit Selbstbehauptungsseminaren (nicht Selbstverteidigung) will er Senioren stärken, bietet Kurse an, in denen er Verhaltenstipps gibt, und dabei sucht er stets nach neuen Wegen, um seine Zielgruppe zu erreichen. Denn viel gefährdeter als die Senioren, die aktiv seine und andere Veranstaltungen besuchen (Türk hat beispielsweise mit dem Kriminalpräventiven Rat ein Theaterstück entwickelt, das in Senioreneinrichtungen gespielt wird), sind jene, die nicht mehr so oft vor die Tür gehen. Speziell für sie gibt es jetzt das neue Angebot der Hausbesuche. Interessenten sollten sich in Gruppen von mindestens fünf Personen zusammenfinden, und können den Kommissar dann ganz unbürokratisch und natürlich kostenlos zu sich nach Hause einladen (Termine unter 8706881). Türk bringt entweder sein eigenes Programm mit oder beantwortet gezielte Fragen zum Thema Straftaten.

Was ihm besonders am Herzen liegt, ist der Abbau von Ängsten durch sachliche Aufklärung. Statistisch gesehen sind Senioren lange nicht so häufig Opfer von Straftaten wie sie selbst glauben. Die Angst davor aber nimmt vielen ein Stück Lebensqualität.

Stefani Geilhausen

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Name & Nachricht: Düsseldorf


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.