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Name und nachricht: Düsseldorf
FOTO: Schaller Bernd
Düsseldorf. Bei Politikern anderer Parteien ist Frank Grenda, Ratsherr der Piraten, wegen seiner auf technische Details zielenden Nachfragen und Anmerkungen gefürchtet. Manche heften dem 50-Jährigen, der in Pempelfort lebt, gar das Etikett "nervt bisweilen" an. Nur zur Erinnerung: Eine Hospitation Grendas bei der SPD-Fraktion beendeten die Genossen nicht nur, weil er einmal mit der CDU votierte, sondern auch, weil er - so einige Ratsleute hinter vorgehaltener Hand - überwiegend unstrukturiert aufgetreten sei.

Und doch hat der Piratenpolitiker offenbar die Chefetage im Rathaus überzeugt. Jochen Wirtz, Leiter des Büros von Oberbürgermeister Thomas Geisel, bestätigt laufende Gespräche über eine feste Stelle im Digitalisierungsteam des Rathauses, die Grenda schon bald einnehmen könnte. "Er hat ein ausgezeichnetes Wissen und sehr gute Kontakte in die digitale Szene, beispielsweise zu den Freifunkern. Wir könnten uns vorstellen, ihn als Experten für die Themen freies W-Lan und Open Data einzustellen", sagt Wirtz.

Dass aus Plänen schon bald Wirklichkeit werden könnte, zeigt die Tatsache, dass die Piraten nach Grendas Angaben gestern Abend schon mal überlegen wollten, wer bei einem Wechsel ins Rathaus sein Ratsmandat übernehmen könnte. Eine mögliche Anstellung Grendas könne, so Wirtz, helfen, die Digitalisierungsoffensive der Stadt zu beschleunigen. "Wir haben deshalb an mehreren Stellen ein Feuerchen entzündet und wollen vor allem die Themen Smart City und Netzausbau mit Eile vorantreiben", sagt der OB-Büroleiter.

Dabei soll der verheiratete Bankfachwirt, der trotz aller Rückschläge an die Zukunft seiner Piratenpartei glaubt, nun offenbar helfen. Jörg Janßen

Quelle: RP
 
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