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Düsseldorf

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FOTO: Christian Steinmetz
Düsseldorf. Schon als Patrick Schiffer im August 2016 den Bundesvorsitz der Piratenpartei übernahm, befand sich die einstige Trendpartei am Boden. Jetzt hat der 44-Jährige selbst den Glauben daran aufgegeben, dass aus den Orangefarbenen noch etwas wird: Schiffer, der im Sommer nach nur einem Jahr den Bundesvorsitz wieder aufgab, ist aus der Partei ausgetreten. Und hat einen Aufnahmeantrag an Bündnis 90/Die Grünen abgesendet. Das soll seine neue politische Heimat werden. Denn er erhofft sich stärkere Verbündete. "Ich besitze großen Gestaltungswillen, in Deutschland und Europa politisch etwas zu bewegen", schreibt Schiffer - übrigens der Cousin von Top-Model Claudia Schiffer - in seinem Blog.

Vor sechs Jahren war der Vater einer Tochter, der in Flingern lebt, bei den Piraten eingetreten. Als NRW-Landesvorsitzender erlebte er den sensationellen Aufstieg der Partei. Als Bundesvorsitzer blieb ihm letztlich nichts mehr übrig, als dem brutalen Fall zuzuschauen. In seine kurze Amtszeit fällt der Abschied aus dem Landtag, das Ende war das desaströse Ergebnis bei der Bundestagswahl, wo die Piraten irgendwo versteckt unter "Sonstige" rangierten.

Jetzt will Schiffer sich für seine Themen Europa, Menschenrechte und - natürlich - Netzpolitik in einer anderen Partei einsetzen. Die ersten Glückwünsche der neuen Parteifreunde sind schon da, obwohl die Bestätigung der Mitgliedschaft noch nicht im Briefkasten lag: "Herzlich willkommen; habe unsere Auseinandersetzungen bisher immer als streitbar, aber fair empfunden", schrieb Ex-Schulministerin Sylvia Löhrmann bei Twitter. Schiffer würde auch gern weiter dem Schulausschuss des Düsseldorfer Stadtrats angehören. Dort sitzt er allerdings auf dem Ticket der SPD, die sich noch äußern muss. Arne Lieb

Quelle: RP
 
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