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FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Seit dem Wochenende gibt es im Naturkundemuseum, das im Benrather Schloss beheimatet ist, eine besondere Ausstellung: Knapp 50 Tierplastiken des 1946 in Düsseldorf gestorbenen Bildhauers Josef Pallenberg. Ausgewählt aus dem Fundus von 574 Werken hat sie Martin Bartelmus, der die Ausstellung kuratiert hat.

Im Moment ist Bartelmus Kulturwissenschaftlicher Doktorand der Heinrich-Heine-Universität, er gilt als Fachmann für Tierstudien. Noch in diesem Jahr will der 30-Jährige seine Doktorarbeit nicht nur fertig, sondern auch verteidigt haben.

Doch auch nach der Eröffnung der jeweils an den Wochenenden zu besichtigenden Dauerausstellung wartet noch jede Menge Arbeit auf Martin Bartelmus. Er soll in Kooperation zwischen dem Naturkundemuseum und dem Löbbecke-Museum/Aquazoo Pallenbergs Nachlass aufarbeiten. Bis Mitte des Jahres soll der Förderantrag gestellt werden.

Neben den 574 Tierplastiken, die die Stadt aus dem Nachlass kaufte, gibt es noch viel mehr Material, darunter Briefe und Skizzen des Bildhauers, der nicht nur Tierskulpturen in Gips formte und in Bronze gießen ließ, sondern gar mit wilden Tieren lebte. "In seinem Atelier in Lohausen hielt er sich einen Leoparden", erzählt Bartelmus über den exzentrischen Künstler.

Der Titel der Ausstellung heißt "Wie Menschen Tiere sehen". Für den 30-Jährigen gibt es mehr zu sehen als beispielsweise nur den bronzenen Abguss eines röhrenden Hirschs. Für manche mag das Nippes sein, das man sich auf das Echtholz-Büffet stellt. Doch für den 30-Jährigen geht es um die Einordnung der Werke - gesellschaftlich, historisch und auch kulturell. Eines seiner Lieblingsstücke in der Sammlung ist übrigens das lebensecht wirkende springende Lamm. Andrea Röhrig

Quelle: RP
 
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