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Renntag in Düsseldorf
Zeigt her eure Hüte

Impressionen vom Renntag Preis der Diana 2015
Impressionen vom Renntag Preis der Diana 2015 FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Es ist der Höhepunkt im Rennkalender: der Preis der Diana, bei dem es um 500 000 Euro an Preisgeldern geht. Das gute Wetter sorgte für Spitzenbesuch, mehr als 20 000 Besucher wurden gezählt. Von Dagmar Haas-Pilwat, Christian Herrendorf und Uwe-Jens Ruhnau

Die Promis Acht Euro für den Eintritt sind wahrlich nicht zu viel für diesen schönen Tag auf der Rennbahn. Wer von Hauptsponsor Henkel eine Einladung erhalten hatte, genoss die Atmosphäre im Teehaus, Terrassennutzung und Buffetversorgung inklusive. Hier verkündete Konzern-Chef Kasper Rorstedt, dass die Patenschaft für den Renntag bis 2020 verlängert werde. Henkel ist und bleibe ein Düsseldorfer Unternehmen. Schöne Worte aus dem Mund des Wahl-Münchners, die Oberbürgermeister Thomas Geisel nicht beklatschen konnte, weil er bei Fortunas erstem Heimspiel zumindest die erste Halbzeit dabei sein wollte. Kein Vergnügen. "Als ich gegangen bin, lief es nicht mehr gut", sagte er bei seiner Ankunft.

Ein anderer Düsseldorfer dagegen ist in der Erfolgspur: Klaus Allofs feierte nach dem Sieg seiner Wolfsburger gegen die Bayern gestern den 1. Platz seines Pferdes "Potemkin" und strahlte bei der Ehrung. Ihr Glück kaum fassen konnte auch Bürgermeisterin Klaudia Zepunkte: Sie führte ihren eigens in Flingern gekauften Hut aus und gewann schon bei ihrer ersten Wette. Fachmännische Tipps konnte Jochen Wirtz beisteuern, der Leiter des OB-Büros – er kommt seit Jahren gern zum Henkel-Renntag, ebenso FDP-Chef Christian Lindner. Ebenfalls gesichtet: die Präsidenten Ulrich Lehner (IHK) und Andreas Ehlert (Handwerkskammer), Stadtdirektor Manfred Abrahams, TV-Koch Johann Lafer und Ex-Oberbürgermeister Dirk Elbers.

Die Modischen Derart viel Extravaganz aus Stroh, Federn, Tüll und Blüten hat der Grafenberg lange nicht gesehen. Beim Wettkampf um den ausgefallenstes Kopfschmuck legten sich die Damen mächtig ins Zeug. Mehr als 100 Damen machten mit beim "Ladies Day" und ließen sich mit ausladenden Schlapphüten, Wagenrädern, Mini-Gestecken und Fantasiegebilden fotografieren. Die Jury – darunter "First Lady" Vera Geisel, Modistin Brigitte Roos, Modemacherin Uta Raasch und Catharina Christe (Henkel-Managerin) – vergab den 1. Preis an Susan Sauer, die mit ihrem petrolfarbenen, üppig mit Federn garnierten Couture-Hut überzeugte. Als jüngste Hutträgerin machte Diana Langebner das Rennen um den Sonderpreis. "Die Omi hat meinen Hut dekoriert", verriet die Vierjährige stolz. Den Vogel schoss jedoch zweifelsohne Larissa Katz ab. Aus einem Lampenschirm und Plastiklöffeln hat die niederländische Künstlerin einen fünf Kilo schweren und 1,70 Meter breiten Kopfputz gestaltet.

Henkel-Renntag in Düsseldorf: Die Huttrends der vergangenen Jahre FOTO: Werner Gabriel

Die Familien Während beim Hutwettbewerb die Kreativen und Geschmackssicheren sowie beim Wetten die Sachkundigen und Glücklichen gefordert waren, kam es beim Rahmenprogramm auf die Strategen an. Da Spiele, Werbeaktionen und Kinderparadies allesamt kostenfrei waren, war der Andrang überall hoch. Letztlich half vor allem eins: früh kommen. Noch vor der Eröffnung standen schon zwei Dutzend Besucher vor dem Haupteingang, sie suchten dann als erste zügig die begehrtesten Attraktionen auf. Die Liegestühle auf dem Sandstrand neben der Picknick-Wiese waren nach einer knappen halben Stunde belegt, beim Ponyreiten im Schatten war die Schlange nur vor 13 Uhr einigermaßen kurz – ebenso wie vor Trampolinen, Kettenkarussell und Kinderschminken. Wichtig war ein strategisch günstiger Platz auf der Picknickwiese, also einer vor der Nebentribüne, um sich zwischen den Attraktionen für weitere Geduldsproben zu stärken.

Bilder vom Renntag sehen Sie hier.
 

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