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Düsseldorf bekommt wieder eine Hochzeitswiese

Düsseldorf: Düsseldorf bekommt wieder eine Hochzeitswiese
Hier in der Urdenbacher Kämpe können Brautpaare bald Obstbäume auf einer Hochzeitswiese pflanzen. FOTO: Olaf Staschik
Düsseldorf. Diesen Herbst wird es ein Pflanzfest in der Urdenbacher Kämpe geben. Brautpaare pflanzen gerne Obstbäume. Von Andrea Röhrig

Düsseldorf bekommt wieder eine Hochzeitswiese. Es ist die fünfte im Stadtgebiet - sie ist notwendig, denn allen Beteiligten war klar, dass nach der Pflanzaktion im Oktober 2011 auf der vierten Düsseldorfer Hochzeitswiese in Hubbelrath kein einziger Obstbaum mehr hinpasst.

Der bei der Aktion federführende Verein Pro Düsseldorf und die Stadt haben gemeinsam nach einer weiteren Fläche im Stadtgebiet gesucht, denn der Brauch, dass frisch getraute Eheleute einen Obstbaum pflanzen, ist sehr gefragt. Schon im September 2013 hatte die Politik grünes Licht gegeben.

Nun wurde das Gartenamt in der Urdenbacher Kämpe fündig, genauer gesagt nahe dem Ortweg. Diesen Herbst soll es hier losgehen. Im Dezember 2014 hat Pro Düsseldorf vom Gartenamt einen Bepflanzungsplan erhalten, 22 neue Obstbäume haben auf dem ersten Teilstück Platz.

Doch so viele werden es nicht, wenn bei einem Pflanzfest im Herbst zu Hacke und Spaten gegriffen wird. "Derzeit haben wir vier bis fünf Bäume finanziert", sagt der Vereinsvorsitzende Ingo Lentz. Ein paar mehr noch dürfen es gerne werden, wirbt Lentz für die Aktion. Dafür müsse es sich aber erstmal herumsprechen, dass es eine neue Wiese gibt. Zudem hatten viele Brautpaare nach Pfingstorkan "Ela" lieber für die Aktion "Bäume für Düsseldorf" gespendet.

Wann das Fest genau ist, soll in den nächsten zwei Wochen festgelegt werden. "Wir peilen die zweite Hälfte September oder Oktober an", sagt Lentz. Das Gartenamt hätte mehr Kapazitäten als das Einpflanzen von vier bis fünf Bäumen. Zwischen zehn und 20 wäre kein Problem, sagt Silke Wiebrock, Sprecherin des Gartenamtes. Denn ihre Mitarbeiter leisten die Vorarbeiten: Zuerst wird ein Standort gesucht, dort ein Loch gebuddelt, und das Bäumchen darin schon mal so fixiert, dass es gerade wachsen kann. Beim Pflanzen legt das Brautpaar dann selbst letzte Hand an. Doch selbst wenn es nicht mehr als eine Hand voll Bäume werden, werden beim Pflanzfest jede Menge Menschen unterwegs sein. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Brautpaar auch einen Teil der Hochzeitsgesellschaft einlädt", sagt Lentz. Brautpaare können zwischen einem Apfel- und einem Birnbaum wählen. Mehrere Sorten stehen zur Auswahl. Wer mitmachen will, zahlt 300 Euro. Darin ist folgendes enthalten: Der Kauf des Baumes, die Pflanzung sowie die Pflege. Ein Namensschild mit dem Datum der Hochzeit wird auf einem Pflock neben dem Baum angebracht. Damit lässt sich der Baum wiederfinden. Informationen unter: www.pro-duesseldorf.de/hochzeitswiese.

Quelle: RP
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