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Chemieunfall
Beschädigte Fässer im Düsseldorfer Hafen waren mit Lauge gefüllt

Fässer mit Lauge kippen im Düsseldorfer Hafen um
Fässer mit Lauge kippen im Düsseldorfer Hafen um FOTO: dpa, dy pil
Düsseldorf. Die am Montag im Düsseldorfer Hafen beschädigten und teilweise umgekippten Fässer waren mit einer leichten Lauge gefüllt. Die Feuerwehr war im Großeinsatz, um das Gelände zu reinigen. Verletzt wurde niemand.

Die Substanz sei leicht wasserlöslich und wirke bei Kontakt mit den Schleimhauten reizend, erklärte ein Feuerwehrsprecher am Dienstag. Wofür genau die Chemikalie verwendet werde, konnte er nicht sagen.

Auf dem Gelände einer Spedition hatte sich die Ladung auf einem Lastwagen aufgrund einer starken Bremsung verschoben. Wie die Feuerwehr mitteilte, waren von den rund 100 Fässern mit je 200 Liter Fassungsvermögen mehrere auf der Ladefläche umgekippt und ein Großteil stand schief. Die Sicherungsringe am oberen Rand hatten sich teilweise bereits gelöst. "Deshalb ist aus einem Großteil der hundert Fässer oben ein wenig von der Lauge rausgeschwappt", sagte der Sprecher. Keiner der Behälter sei komplett ausgelaufen.

Jedes der Fässer war mit 200 Litern der Chemikalie befüllt. Der aus Südeuropa kommende Transporter hatte außerdem noch 32 kleinere Kanister mit einer anderen Substanz geladen, von der aber nichts austrat. Die Ladung hatte laut Feuerwehr ein Gesamtgewicht von 17,8 Tonnen. Weil die Lauge leicht wasserlöslich war, konnten der Hof und der Auflieger mit viel Wasser gereinigt und eine Belastung der Umwelt verhindert werden. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 73 Einsatzkräften vor Ort, der Einsatz dauerte etwa sieben Stunden.

(lsa/lnw)
 
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