| 18.16 Uhr

Düsseldorf
Betrüger gibt Spielgeld als Schweizer Franken aus

Woran erkenne  ich "falsche Fuffziger"?
Woran erkenne ich "falsche Fuffziger"? FOTO: ddp
Düsseldorf. Einem 28-jährigen Betrüger fielen zwei Brüder (45/46) vor zwei Jahren zum Opfer. Mit einem Trick ließen sich die Kaufleute 60.000 Euro abknöpfen - weil sie hofften, im Austausch dafür 240.000 Schweizer Franken zu bekommen.

Der Trick klappte aber nur bei dem 28-Jährigen: Er lieferte den Brüdern kein Geld aus der Schweiz, sondern bündelweise Spielgeld. Am Freitag hat ihn das Amtsgericht dafür in Abwesenheit zu elf Monaten Bewährungsstrafe plus 1000 Euro Buße verurteilt. Dagegen kann er noch Einspruch einlegen.

Mit einer Visitenkarte am Auto fing das Unheil damals an. Ein angeblicher Händler wollte ihr Auto gegen Bargeld kaufen. Als die Brüder und der Interessent sich über den Preis aber nicht einigen konnten, schlug der "Autohändler" ein anderes Geschäft vor: Für 60.000 Euro in bar könne er den Kaufleuten 240.000 Schweizer Franken bieten.

Düsseldorf: Kuriose Fälle vor Gericht FOTO: Wulf Kannegiesser

Was so klang, als könnten die Kaufleute ihren Euro-Einsatz fast vervierfachen, hat in der Praxis nicht ganz geklappt. Das Brüderpaar legte zusammen, gewann sogar noch einen dritten Bargeld-Geber für den Tausch. Doch als der ältere der Brüder in einem Restaurant den 28-Jährigen traf und ihm den Eurobetrag übergab, hat der "Geldwechsler" dicke Bündel mit angeblichen Franken-Scheinen fix in die Tasche des Kaufmanns gepackt und ist sofort weggelaufen.

Erst danach merkte der Kaufmann: Er hatte keine Schweizer Franken eingetauscht, sondern 231 etwa gleichgroße Spielgeld-Scheine. Der Betrüger habe sie, so die Brüder, nach dem gescheiterten Autokauf "so terrorisiert" und sei derart redegewandt gewesen - "der brachte einen dazu, Dinge zu machen, die man gar nicht machen wollte".

(wuk)
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