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Düsseldorf
Bundesanwaltschaft klagt drei Syrien-Rückkehrer an

Düsseldorf . Die Bundesanwaltschaft hat drei Syrien-Rückkehrer vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf angeklagt. Den Männern wird Mitgliedschaft in ausländischen Terrorvereinigungen und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat in Syrien zur Last gelegt

Wie die Behörde am Dienstag in Karlsruhe mitteilte, sollen sich die Männer in dem Bürgerkriegsland der islamistischen Gruppierung Junud al-Sham angeschlossen haben, einer der Beschuldigten zudem der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Bei den Angeklagten handelt es sich um einen 25-Jährigen mit deutscher, polnischer und libanesischer Staatsangehörigkeit, einen 24-jährigen Deutsch-Marokkaner und einen 25-jährigen Deutsch-Afghanen. Sie sollen im Sommer und Herbst 2013 nach Syrien gereist sein und dort eine Kampfausbildung erhalten haben.

Zumindest zwei der drei Angeschuldigten sollen aber nicht an Kampfhandlungen teilgenommen haben, erklärt die Bundesanwaltschaft. Der dritte zog sich "bei einer Übung oder im Kampf" Verletzungen an der Hand zu. Die Ende 2013 beziehungsweise Anfang 2014 nach Deutschland zurückgekehrten Männer wurden im vergangenen Oktober festgenommen und sitzen seither in Untersuchungshaft.

(AFP)
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