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Düsseldorf
Die Stadt der Tiere

Wo in Düsseldorf welche wilden Tiere leben
Wo in Düsseldorf welche wilden Tiere leben FOTO: DPA (6), Michael Albrecht, Ingrid Knebel, NABU
Düsseldorf. Einige leben zurückgezogen, andere stehen im Mittelpunkt. Alle Tiere haben es geschafft, sich in Düsseldorf einen Platz zu sichern. Von Semiha Ünlü

Die Düsseldorfer Tierwelt gibt sich gerne geheimnisvoll. Und so weiß niemand genau, wie viele Tiere und -arten es eigentlich in der Stadt gibt. Beim Umweltamt schätzt man, dass ab Insektengröße aufwärts wahrscheinlich 18.000 Arten in der Stadt leben. Einige von ihnen schätzen und genießen eine 1a-Wohnlage wie die Halsbandsittiche an der Kö und auch die Aufmerksamkeit, die sie dort erregen. Andere leben gerne zurückgezogen, tauchen teilweise für mehrere Jahrzehnte ab, um dann plötzlich wie der Kolkrabe oder der Kleine Sonnenröschen-Bläuling wieder aufzutauchen.

Trotz des hart umkämpften Wohnungsmarkts, schier unzähliger Bauprojekte und Eingriffe in die Natur behauptet sich die Tierwelt wacker. Manche schätzen geradezu das Großstädtische, wie der Mauersegler, der sich Hochhäuser zum Brüten sucht. Andere profitieren wiederum von den Naturschutzmaßnahmen der Stadt. "In der Urdenbacher Kämpe haben wir deswegen geradezu eine Explosion der Natur", sagt Tobias Krause, der bei der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt arbeitet.

Düsseldorf ist eben auch eine Stadt der Tiere, und so muss man nicht lange suchen, um Reptilien, Amphibien, Fische, Vögel oder Säugetiere zu finden oder - wie im Fall der Weinhähnchen-Heuschrecke - sie vor allem zu hören. Einige von ihnen haben sich allerdings auch nach vielen Jahren noch nicht an das Leben in der Landeshauptstadt anpassen oder ihre innere Uhr umstellen können: So frieren den eigentlich tropischen Halsbandsittichen in der kalten Jahreszeit regelrecht die Zehen ab.

Quelle: RP
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