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Düsseldorf
Dienstagabend geht die Bombensuche am Flughafen weiter

Düsseldorf - Dienstagnacht geht die Bombensuche weiter
Nach der Sprengung wird das Erdloch, in dem die Bombe gesprengt worden war, wieder zugegraben. FOTO: dpa, fg pzi
Düsseldorf. Einen Tag nach der Sprengung am Düsseldorfer Flughafen werden bereits am späten Dienstagabend weitere Kampfmittelverdachtspunkte freigelegt. Sollte dabei ein Blindgänger gefunden werden, drohen am Mittwoch Sperrungen um den Flughafen. Von Ina Schwerdtfeger

Laut Stadt handelt es sich insgesamt um fünf Verdachtsstellen. In insgesamt vier Nächten wird nach den verdächtigen Gegenständen zunächst mit dem Bagger gegraben, später wird mit der Hand ausgeschachtet. Dafür sind insgesamt acht Stunden angesetzt. Die Grabungen starten erst nach Ende des Flugbetriebs um 23 Uhr. Die erste Bombe war am Montag ausgegraben worden. Der 2,5-Zentner-Fund musste kontrolliert gesprengt werden. 

Sollte erneut eine Bombe bei diesen Arbeiten gefunden werden, gibt es unterschiedliche Szenarien.

1. Bei einem Fünf-Zentner-Fund  bleiben die Auswirkungen nicht nur auf den Flughafen beschränkt, dann sind auch 54 Bewohner beeinträchtigt, die während der Entschärfung in ihren Häusern bleiben müssen. Es kommt zur Sperrung der Danziger Straße (B8). Die Straßenbahn-Linie U79 wird ebenfalls betroffen sein.

2009 bis 2013: Bombenentschärfungen in Düsseldorf FOTO: Feuerwehr Düsseldorf

2. Bei einer Zehn-Zentner-Bombe können sogar im 1000-Meter-Radius bis zu 1730 Anwohner betroffen sein. Die Bewohner im Gebiet von der Straße "Am Spielberg" im Norden bis zur Eichenstraße im Süden und östlich Neusser Weg im Westen bis zur Danziger Straße (B 8) im Osten müssten dann in ihren Häusern bleiben. Neben der Danziger Straße ist dann auch die Autobahn 44  gesperrt. Zu Einschränkungen kommt es auch in Kinderbetreuungseinrichtungen und bei der Rheinbahn.

Betreuungsstelle im Max-Planck-Gymnasium

FOTO: dpa/Endermann/Weber

Die Stadt hat im Max-Planck-Gymnasium, Koetschaustraße 36, eine Betreuungsstelle eingerichtet. Die Entschärfungen sind von 11 bis 12 Uhr angesetzt. Bei einer Bombe mit Säurezünder, so wie es am Montag der Fall war, muss allerdings umgehend gesprengt werden. 

Am Montag hatten Fachleute neben dem Rollfeld eine 2,5 Zentner-Bombe ausgegraben. Wegen der Größe blieben die Auswirkungen nur auf den Flughafen beschränkt.  Für die Sprengung wurde der Flugbetrieb zwischen 7.45 Uhr bis 8.48 eingestellt. Insgesamt 41 Flugbewegungen waren betroffen. Sieben Flüge wurden wegen der Sprengung gestrichen, wie Flughafensprecher Christian Hinkel mitteilte. Betroffen waren zwei Starts und fünf Landungen. Die restlichen Flüge, die in der Zeit eigentlich stattfinden sollten, sind zeitlich nach hinten oder vorne geschoben worden.

"Beim nächsten Mal kann sich die Situation aber wieder komplett anders darstellen. Neben aller Vorbereitung sind von allen Beteiligten also auch immer ein gutes Stück Improvisationsfähigkeit und ein gutes Zusammenspiel gefordert", erklärte Flughafen-Sprecher Christian Hinkel. 

Test in NRW: So sieht die neue Katastrophen-App aus FOTO: dpa, mjh soe
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