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Warnungen auf Facebook
Gerüchte um Betrugsmasche in Düsseldorf

Die Maschen der Trickbetrüger
Die Maschen der Trickbetrüger FOTO: dpa, frg fpt
Düsseldorf. Auf Facebook kursiert eine Meldung, wonach falsche Polizisten in Düsseldorf Menschen in ihren Wohnungen überfallen und zum Teil sogar zusammenschlagen. Nutzer reagieren verunsichert - solche Fälle sind der Polizei aktuell als Masche jedoch gar nicht bekannt.  Von Sabine Kricke

Es ist nicht neu, dass sich Trickdiebe als Wasserwerker, angeblich verschollene Enkel oder sogar als Polizisten ausgeben, um an Geld und Wertgegenstände zu kommen. "Solche Fälle gibt es leider immer wieder", sagt Susanna Heusgen, Sprecherin der Polizei Düsseldorf, unserer Redaktion. Aktuell wird jedoch auf Facebook eine Meldung zahlreich geteilt, in der über eine angebliche Masche berichtet wird, die der Polizei nicht als solche bekannt ist.

Ein Nutzer postete den Beitrag am Samstagabend in der Facebook-Gruppe "Nett-werk Düsseldorf". Er berichtet davon, dass eine Nachbarin ihm eine Betrugsmasche geschildert habe. Demnach sollen sich Männer über die Gegensprechanlage im Haus als Polizisten ausgegeben und die Bewohner überfallen sowie zusammengeschlagen haben. Der Beitrag wurde bereits über 260 Mal geteilt und verbreitet sich rasend schnell in der Community.

Viele Nutzer reagieren verunsichert und markieren Freunde auf dem Beitrag. "Danke für die Info, es wird doch immer schlimmer", schreibt eine Frau unter dem Beitrag. Andere markieren sich darunter und wollen Freunde vor der angeblichen Masche warnen. 

"Es gibt tatsächlich die unterschiedlichsten Maschen von Trickbetrügern", sagt Polizeisprecherin Susanna Heusgen. Auch komme es immer mal zu Fällen, bei denen sich Betrüger als Polizisten ausgeben. "Aber von dieser angeblich neuen Masche, bei der Bewohner zusammengeschlagen werden, ist uns nichts bekannt." Es könne zwar vorkommen, dass sich ein solcher Fall zugetragen haben könnte. Jedoch gehen die Beamten dabei nicht von einer Masche aus.

Polizei gibt Ratschläge

Laut dem Facebook-Posting soll sich einer der Überfälle im Düsseldorfer Stadtbezirk 1 zugetragen haben. Auf Nachfrage unserer Redaktion, ob Anzeige erstattet wurde, ging der Nutzer bislang nicht ein. Laut Polizei gibt es keine Hinweise darauf, dass eine solche Masche angewendet wird.

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Trotzdem warnt die Polizeisprecherin allgemein davor, Unbekannten die Haustüre zu öffnen. Wenn es klingelt und sich jemand als Polizist ausgibt, sollte man mehrere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. "Zum Beispiel sollte man sich durch das Guckloch oder den Türspalt, der im besten Fall mit einer Kette verschlossen ist, den Dienstausweis zeigen lassen", rät Heusgen. "Manchmal hilft auch ein Blick aus dem Fenster – wenn dort kein Streifenwagen steht, sollte man eher nicht die Tür öffnen." Handele es sich um Zivilpolizisten, könne man auch bei der Leitstelle telefonisch nachfragen, ob die angeblichen Beamten tatsächlich im Einsatz sind.

 
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