| 15.55 Uhr

Ausländerzentralregister
Düsseldorf ist Hochburg der Nordafrikaner in NRW

Fotos: 2016: Großrazzia im "Maghreb-Viertel"
Fotos: 2016: Großrazzia im "Maghreb-Viertel" FOTO: Gerhard Berger
Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben des Ausländerzentralregisters (AZR), das beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geführt wird, waren bis zur Silvesternacht 2015 landesweit 50.345 Menschen allein aus Algerien, Marokko und Tunesien gemeldet. Im Jahr zuvor waren es 46.488 gewesen. Vor zehn Jahren lebten 47.020 Migranten aus den drei Staaten in NRW. Von Christian Schwerdtfeger

Den mit Abstand größten Anteil der Nordafrikaner machen die Marokkaner mit 36.710 Zuwanderern aus. Danach folgen die Staatsangehörigen aus Tunesien mit 7855 und aus Algerien mit 5780. Die meisten Marokkaner leben in Düsseldorf, ein Großteil im sogenannten Maghreb-Viertel in Bahnhofsnähe, auch "Klein-Marokko" genannt. Es folgen Dortmund mit 3474 marokkanischen Migranten, Köln (2491), Wuppertal (1873) und die Städte-Region Aachen (1780).

Zuwanderer aus den drei "Maghreb-Staaten" werden von der Polizei für die Übergriffe in der Kölner Silvesternacht verantwortlich gemacht. In der Nacht auf Neujahr hatten am Hauptbahnhof große Gruppen von nordafrikanischstämmigen Männern Frauen umzingelt, bestohlen und sexuell bedrängt.

Die Staatsanwaltschaft spricht mittlerweile von 72 Beschuldigten, gegen die ermittelt wird. 14 Personen sitzen deswegen bereits in Untersuchungshaft. Darüber hinaus werden Nordafrikaner bereits seit Jahren für eine Vielzahl von Taschendiebstählen verantwortlich gemacht. Die Polizeipräsidien in Köln und Düsseldorf haben deswegen spezielle Ermittlungskommission gegründet.

Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.