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Ranking deutscher Großstädte
Düsseldorf ist Stadt mit höchster Lebensqualität

Düsseldorf (dto). Düsseldorf ist einer Studie zufolge die Stadt mit der höchsten Lebensqualität und Wirtschaftskraft in Nordrhein-Westfalen. Im Bundesvergleich liegt die Landeshauptstadt auf Rang fünf, Spitzenreiter ist München. Das ergab die am Mittwoch veröffentlichte Studie der Zeitschrift "Wirtschaftswoche" und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

Zweitbester NRW-Vertreter ist Münster auf Platz 8, auf den Plätzen 11 und 15 rangieren Köln und Bonn. Ganz am Ende landen Berlin, Leipzig und als Schlusslicht Halle. In der Erhebung wurde die Attraktivität der 50 größten Städte Deutschlands nach fünf Kriterien bewertet: Wohlstand, Arbeitsmarkt, Standortqualität, Wirtschafts- und Sozialstruktur sowie kommunale Finanzlage. Dem Spitzenreiter München folgen Frankfurt am Main, Stuttgart und Mainz.

Schlusslichter unter den 50 größten Städten waren Berlin, Leipzig und an letzter Stelle Halle (Saale). Das Städte-Ranking hatten "Wirtschaftswoche" und die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gemeinsam durchgeführt. Es handele sich um die umfassendste kommunale Vergleichsstudie, die je in Deutschland vorgenommen worden sei, hieß es. Dazu seien Daten aus zahlreichen Quellen, unter anderem von den Landesämtern für Statistik, vom Städtetag und der Bundesanstalt für Arbeit verarbeitet worden.

"Das Besondere an dieser Studie ist, dass wir erstmals versucht haben, neben dem Ist-Zustand auch die Entwicklung der Städte mit einzubeziehen", sagte Redakteur Bert Losse von der "Wirtschaftswoche". So hätten auch schwächere Kommunen punkten können, in denen es seit 1998 aber eine positive Entwicklung gegeben habe. Die erreichten Punktzahlen beim aktuellen Niveau der Stadt und dem so genannten "Dynamik-Index", der die Entwicklung von 1998 bis 2003 abbilde, seien zur Gesamtpunktzahl addiert worden. So wurde beispielsweise Gesamt-Gewinner München im Bereich Dynamik zweitschlechteste Stadt der Top 10.

Insgesamt seien 109 Einzelindikatoren in die Bewertung eingegangen, sagte Losse. Dazu gehörten unter anderem die Kaufkraft der Einwohner, die Beschäftigten- und Erwerbslosenquote, die Zahl der Empfänger von Arbeitslosen- und Sozialhilfe, aber auch die Höhe der Mieten, die Schadstoffbelastung in der Luft und die Höhe der Entsorgungsgebühren für Abwasser.

Auch manche Ausreißer bei einzelnen bewerteten Punkten habe es gegeben: "Es war oft der Fall, dass Städte in einem Einzelpunkt sehr gut sind." So habe beispielsweise Oldenburg (Rang 21) die geringste Pro-Kopf-Verschuldung, Freiburg (Rang 13) das größte Bevölkerungswachstum und Oberhausen (Rang 32) die schlankeste Verwaltung bezogen auf die Einwohnerzahl.

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