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Düsseldorf
Kampagne gegen Handy am Steuer

Düsseldorf: Kampagne gegen Handy am Steuer
Im Medienhafen demonstrierte die Polizei, wie das Telefonieren am Steuer die Aufmerksamkeit des Fahrers beeinträchtigt. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Der Innenminister startete in Düsseldorf eine große Aufklärungsaktion.

"Telefonieren am Steuer ohne Freisprechanlage ist genauso gefährlich wie 0,8 Promille Alkohol im Blut", sagt der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger. Und: "Wer eine SMS schreibt, reagiert wie ein Fahrer mit 1,1 Promille im Blut." Die Polizei will daher nun noch nachdrücklicher gegen die Gefahren vorgehen, die durch Handys am Steuer entstehen. In Düsseldorf startete der Innenminister eine gemeinsame Aufklärungsaktion des Deutschen Verkehrssicherheitsrates und der Polizei. Mit einem Simulator zeigen die Verkehrsexperten dabei, welche Folgen das Telefonieren und Texten beim Autofahren haben kann.

Was sich für Autofahrer 2014 ändert

Landesweit wurden von der Polizei in diesem Jahr rund 100.000 Handy-Verstöße geahndet, wie das Ministerium mitteilte. Bei 234 Verkehrsunfällen stellten die Beamten Smartphones sicher, weil der Verdacht bestand, dass der Fahrer zuvor durch sie abgelenkt worden war.

"Viele unterschätzen den kurzen Blick aufs Display. Wer bei Tempo 50 für eine Sekunde abgelenkt ist, fährt 14 Meter im Blindflug. Das ist lebensgefährlich", sagte Jäger. Keine Nachricht und kein Anruf seien so wichtig, dass man dafür ein Leben aufs Spiel setzen dürfe. "Weder das eigene, noch das von anderen", so Jäger.

Handy im Auto: Das ist erlaubt oder verboten FOTO: ddp

Studien zufolge geben rund 90 Prozent der Fahrer zu, dass sie schon einmal am Steuer telefoniert haben. Dabei ist das riskant, selbst wenn es keinen Unfall gibt: Werden sie beim Telefonieren von der Polizei erwischt, müssen sie 60 Euro Bußgeld bezahlen und bekommen zudem noch einen Punkt in Flensburg.

Innenminister Jäger machte deutlich, dass die Rechtslage der rasanten technischen Weiterentwicklung von Smartphones und Kraftfahrzeugen hinterherhinke. "Wir brauchen klarere rechtliche Vorschriften, die das Nutzen von Mobiltelefonen im Straßenverkehr eindeutig einschränken", erklärte er.

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Quelle: RP
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