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Düsseldorf
Kö-Bogen-Besucher wollen mehr Grün

Studie zum Kö-Bogen
Düsseldorf. Viel mehr Grün auf dem Schadowplatz, ein besseres Wifi -Angebot rund um den Kö-Bogen und mehrmals im Jahr kleinere Veranstaltungen rund um die Treppen am Kö-Bogen mit Blick auf den Hofgarten - das wünschen sich Passanten, die von den Wirtschaftspsychologie-Studenten der Düsseldorfer Hochschule Fresenius Ende vergangenen Jahres befragt wurden. Von Dagmar Haas-Pilwat

Die Studenten im dritten Semester, darunter Michael London (20), Laura Erner (21), Sophie Hammerschmidt (22) und Dominik Kreuzenbeck (19), haben zusammen mit ihrer Dozentin Martina Töpfer (33) in einer Semesterarbeit einen Fragebogen auf Deutsch und Englisch entwickelt zum Thema "Wie wird der Kö-Bogen in der Öffentlichkeit wahrgenommen?".

Das sind die Entwürfe für den Kö-Bogen II FOTO: Ingenhoven/ Doug and Wolf

Dabei kam es den Studierenden bei der repräsentativen Umfrage unter 424 Passanten in der Vorweihnachtszeit nicht darauf an, zu erfahren, ob und wie der Einzelhandel und die Gastronomie funktionieren, sondern in erster Linie, wie das Architektur-Ensemble zwei Jahre nach der Eröffnung wahrgenommen wird.

Die Mehrzahl, immerhin 75 Prozent der nach dem Zufallsprinzip Befragten - davon war mehr als die Hälfte weiblich -, hatte laut der Studie einen positiven Eindruck hinsichtlich der Entwicklung des Kö-Bogens. 60 Prozent von ihnen fanden, dass die Architektur der Gebäude die Attraktivität der Stadt steigern werde. Allerdings waren ebenso viele der Meinung, dass der von Daniel Libeskind entworfene Bau noch nicht das Zeug hat, letztlich zu einem Wahrzeichen der Stadt zu werden.

Bilder: Die Gestaltungsideen für die Schadowstraße FOTO: Stadt Düsseldorf

Die Ergebnisse zeigten darüber hinaus, dass die meisten Besucher aus Düsseldorf und Umgebung den Weg Richtung Kö-Bogen vor allem über die Route Königsallee und Schadowstraße wählen, gefolgt von der Hofgartenstraße und der Heinrich-Heine-Allee und abgeschlagen von der Berliner Allee/Immermannstraße. Mehr als 50 Prozent der Befragten, die mit dem Auto in der Stadt unterwegs waren, parkten nicht in der neuen Tiefgarage. Wobei viele der Befragten die schlechte Verbindung durch die Baustellen bemängelten.

Zu den am häufigsten genannten Gründen für einen Besuch des Kö-Bogens haben während des Weihnachtsmarktes sowohl die Motive Shopping als auch das gastronomische Angebot, aber auch die Eislaufbahn gezählt. Verbesserungspotenzial wurde in erster Linie bei der Umgebung, sprich: den noch vorhandenen Baustellen und dem Straßenbahnverkehr, gesehen. Insgesamt - so das Fazit der Studenten - "ist der Kö-Bogen innerhalb und außerhalb Düsseldorfs ein Gesprächsthema".

Wie die Düsseldorfer Innenstadt in fünf Jahren aussehen könnte, sehen Sie hier. 

Quelle: RP
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