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Rheinbad Düsseldorf
Loch im neuen 50-Meter-Becken

Düsseldorf - Loch im neuen 50-Meter-Becken des Rheinbads
Aus dem neuen 50-Meter-Becken im Rheinbad wurde gestern das Wasser abgepumpt. Ab heute wird nach der Leckage gesucht. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Schön wär's gewesen: Für den 27. Februar war die Eröffnung des neuen 50-Meter-Beckens im Rheinbad vorgesehen. Daraus wird nun leider erst einmal nichts. Im Estrich im Bereich unter dem Becken ist Feuchtigkeit festgestellt worden. Von Uwe-Jens Ruhnau

Für die Experten war schnell klar: Das neue Edelstahl-Becken, das in der vergangenen Woche fertiggestellt und erstmals mit Wasser befüllt wurde, hat irgendwo ein Leck. Gestern rief die Bädergesellschaft bei der Feuerwehr an und lieh sich Schläuche, um das Wasser aus dem Bad abzupumpen und ins 50-Meter-Außenbecken des Freibades abführen zu können.

Am späten Abend sollte diese Arbeit gestern getan sein. Heute beginnen Ingenieure damit, nach der Leckage zu suchen. Sachverständige der Gesellschaft für Schweißtechnik International aus Duisburg sind eingeschaltet, sie sollen mittels modernster Methoden das Loch möglichst schnell finden. Vermutet wird es in einer Schweißnaht oder aber in einer Vertiefung, in der die Hubtrennwand aufsitzt, mit der das große Becken unterteilt werden kann. Dritte Möglichkeit ist ein Problem mit einer der Reinwasserleitungen, durch die das Nass zum neuen 50-Meter-Becken transportiert wird. Auf jeden Fall muss die Bädergesellschaft dem Mangel nachgehen, denn erstens will man kein schadhaftes Bauwerk übernehmen, zweitens ist der Verlust mit 500 Liter Wasser am Tag recht hoch.

Das Rheinbad in Düsseldorf FOTO: Sabrina Gerber

Die Eröffnung verschiebt sich um einige Tage, vielleicht zwei Wochen, Bäderchef Roland Kettler wollte sich in diesem Punkt gestern Abend nicht festlegen. Das Problem müsse zweifelsfrei geklärt sein, dann gebe man ein neues Datum bekannt. Schwimmvereine und Schulen, die von der Verschiebung betroffen sind, werden seit gestern über die Lage informiert.

Die Kosten des Projekts liegen bei 15,7 Millionen Euro. In der neuen Halle gibt eine Tribünenanlage für 400 Zuschauer, weil dort auch deutsche Meisterschaften durchgeführt werden sollen. Vereins- und auch Breitensportler sollen das Bad nutzen können. Der Landesleistungsstützpunkt Wasserball hat dort seine Adresse, aber auch für Düsseldorfer Leistungsschwimmer und Triathleten sollen Trainingszeiten reserviert werden.

Quelle: RP
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