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Düsseldorfer Schule in Kö-Nähe
Areal des Luisen-Gymnasiums soll 100 Millionen Euro kosten

Düsseldorf: Luisen-Gymnasium in Kö-Nähe könnte für 100 Millionen Euro verkauft werden
Das Gebäude des Luisen-Gymnasiums wurde 1907 erbaut und steht unter Denkmalschutz. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Das Luisen-Gymnasium soll umziehen und am neuen Standort mehr Platz zur Verfügung haben. Immobilien-Experten haben für das bisherige Schulgelände in Kö-Nähe viele Ideen - und sehen in ihr ein lukratives Geschäft. Von Uwe-Jens Ruhnau

An der Völklinger Straße könnte das neue Luisen-Gymnasium entstehen und dort endlich Platz haben, mehr Schüler aufzunehmen. Die Beschränkungen des heutigen Standorts führen in der Schulverwaltung eher zu dem Schluss, das Gebäude für eine Schulnutzung generell aufzugeben, als dort eine andere Schule unterzubringen.

In der Immobilienwirtschaft findet der Komplex aus der Zeit der Jahrhundertwende sogleich Interesse. Die Flächen in der Innenstadt sind knapp, Investoren kommen gerne nach Düsseldorf und setzen vor allem in der lukrativen Innenstadt Projekte um. Allerdings ist der Denkmalschutz zu berücksichtigen, das Gebäude stammt aus dem Jahr 1907 und ist gekennzeichnet durch Elemente des Jugendstils und des Neobarock.

Die Grundfläche beträgt rund 2000, die Nutzfläche 6500 und die Freifläche 1000 Quadratmeter. Immobilienexperten kommen allein aufgrund dieser Angaben auf einen Verkaufswert von 80 bis 100 Millionen Euro - davon ließe sich der Neubau bezahlen und es bliebe vermutlich Geld übrig.

Wohnungen, Hotel oder Büros am alten Standort

Für Christoph Meszelinsky, den Chef von BNP Paribas in Düsseldorf, ist an dem Standort "alles machbar, was es in der Nachbarschaft gibt": Hotel und Büro, es gebe kaum noch Flächen dafür. Aber auch eine Wohnnutzung sei denkbar. "Da wären die Grundrisse in diesem Gebäude die große Herausforderung." An Handel glaubt er nicht.

Marcel Abel, Geschäftsführer von JLL, sieht es ähnlich, bringt aber auch neue oder modifizierte Nutzungsformen ins Spiel. "Ein Hotel ist natürlich denkbar, aber dann vielleicht ein Arthotel mit einem speziellen Konzept, das beispielsweise auf die Schule Bezug nimmt", sagt er. Nachgefragt seien auch Co-Working-Spaces, der Weltmarktführer "WeWork" sammle gerade Milliarden ein und investiere international, auch in Deutschland. Co-Working ließe sich auch mit einer Markthalle kombinieren oder einem anderen urbanen Angebot.

Quelle: RP
 
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