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Düsseldorf
Düsseldorf macht sich's bequem

Düsseldorf. Wenn es draußen kälter wird, steigt die Kauflust der Kunden: Der Oktober ist deshalb der stärkste Monat für die Möbelhäuser der Stadt. Von Laura Ihme

Der Sommer ist vorbei - und damit irgendwie auch die Zeit im Freien. Was Sonnenanbeter schmerzt, ist für die Möbelhäuser der Auftakt in die Spitzensaison. Groß ist dieser Tage deshalb der Andrang in Düsseldorfs Einrichtungshäusern. Ziel der meisten Kunden: mehr Gemütlichkeit für die eigenen vier Wände schaffen.

"Der Oktober ist der stärkste Monat im Jahr. Das wissen alle Häuser und entsprechend hoch ist der Werbedruck", sagt Marc Fahrig, Geschäftsführer der Firma Schaffrath, die an der Aachener Straße ein Möbelhaus betreibt. Um Kunden zu locken, würden alle Einrichtungshäuser derzeit mit Sonderaktionen werben, das erhöhe die Frequenz noch zusätzlich. Nach dem Sommer würden viele zudem statt in einen weiteren Urlaub lieber ins Eigenheim investieren, "man war im Sommer nicht oft drinnen und jetzt bemerkt man, dass man sich zum Beispiel mal wieder einen neuen Esstisch zulegen will", so Fahrig. Dass gerade auch Herbstferien sind, verstärke den Ansturm: "Wenn die ganze Familie mitkommt, sind alle Entscheidungsträger für einen Kauf mit dabei. Das schätzen viele."

Diesen Effekt kennt man auch bei Ikea in Reisholz. Derzeit sei der Besuch im Möbelhaus nicht nur rein zweckmäßig, sondern gleiche einem Familienausflug, sagt Holger Diekneite von Ikea: "Draußen kann man nicht mehr viel machen - im Möbelhaus kann man dagegen im Trockenen etwas unternehmen", sagt er. Und dafür tun Ikea und Co. auch etwas, sei es mit Bastelaktionen für Kinder oder Programm für die Erwachsenen. Aus dem Sortiment werden in Reisholz vor allem Dekorationsartikel sowie Textilien gekauft. "In der dunklen Jahreszeit wollen es die Leute gemütlich haben - und müssen dafür nicht zwingend Möbel kaufen, sondern können das auch mit einfachen Handgriffen selbst erreichen", sagt Diekneite. Deshalb seien auch die Baumärkte dieser Tage gut frequentiert, meint Marc Fahrig.

Aber auch über das normale Möbelgeschäft will man sich nicht beklagen. Vor der Weihnachtszeit kauften zum Beispiel viele Kunden noch eine Küche, meint Diekneite, Klassiker wie das Billy-Regal hätten immer Konjunktur. "Der Hype um die Boxspringbetten hält noch immer an. Davon verkaufen wir derzeit viele", sagt dagegen Fahrig. Auch bei Roller auf der Erkrather Straße sind die Betten dieses Types derzeit sehr gefragt. "Wir haben außerdem bereits unseren Weihnachtsbasar aufgebaut, der gut frequentiert wird", sagt Roller-Sprecherin Inga Osterwald.

Einen eigenen Weihnachtsmarkt mit Dekoartikeln gibt es auch schon bei Möbel Höffner. Das Einrichtungshaus in Neuss wird auch von vielen Düsseldorfern besucht. An einem Samstag in den Ferien wie heute erwartet Marktleiter Jens Olding zwischen 4000 und 10.000 Besucher. Schaffrath in Bilk erwartet 5000 Kunden, Ikea rechnet sogar mit bis zu 20.000 Besuchern, bei Roller möchte man keine Angaben zu Kundenzahlen machen. Eines ist jedoch sicher: Ein wenig Geduld werden Besucher dieser Tage wohl mitbringen müssen.

Quelle: RP
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