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Düsseldorf
Mannesmann-Hochhaus behält seinen Namen

Düsseldorf: Mannesmann-Hochhaus wird nicht nach Richard von Weizsäcker benannt
Das Mannesmann-Hochhaus wurde Mitte der 1950er Jahre gebaut und gilt als Symbol für Düsseldorfs wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Krieg. FOTO: End
Exklusiv | Düsseldorf. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin nimmt Abstand von der Idee, das Mannesmann-Hochhaus am Rhein nach Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker zu benennen. Ausschlaggebend für diesen Kurswechsel war Protest aus der Bürgerschaft. Von Thorsten Breitkopf

"Die Kritik von Teilen der Düsseldorfer Bürgerschaft an der Idee einer Benennung des Wirtschaftsministeriums in Richard-von-Weizsäcker-Haus habe ich zur Kenntnis genommen und mich entschlossen, von der Idee Abstand zu nehmen", sagte Minister Duin (SPD) unserer Redaktion. Damit reagiert er auf einen breiten Protest gegen die Umbenennung der einstigen Konzernzentrale der Mannesmann AG. "Ganz herzlich bedanken möchte ich mich bei Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel für seine Unterstützung", sagte Duin. Geisel war im Vorfeld über die Umbenennungspläne informiert worden und hatte diesen zugestimmt. Er habe große Sympathien für eine Umbenennung in Richard-von-Weizsäcker-Haus, hatte Geisel nach Bekanntwerden der Pläne gesagt und dafür viel Kritik einstecken müssen.

"Dem Bundespräsidialamt danke ich für die gute Zusammenarbeit. Aus Respekt vor der überragenden Persönlichkeit des Bundespräsidenten, die mit Mannesmann und diesem Standort verbunden ist, denken wir weiter über eine angemessene Ehrung Richard von Weizsäckers nach", sagte Duin weiter. Darüber habe er auch Freifrau Marianne von Weizsäcker, die Witwe des Anfang Januar verstorbenen Alt-Bundespräsidenten, informiert.

Seit die Pläne zur Umbenennung durch einen RP-Bericht bekanntgeworden waren, hatte es Kritik aus ganz unterschiedlichen Gruppen gegeben. So sagte etwa der neue Ehrenbürger und frühere Henkel-Aufsichtsratschef Albrecht Woeste über die Pläne vor den Mitgliedern der Düsseldorfer Jonges wörtlich: "Solch ein Unsinn." Auch Udo Siepmann (IHK), Sigrid Wolf (DGB) und die Vertreter zahlreicher Unternehmen sprachen sich dagegen aus. So hatte etwa der Eigentümer des Anlagenbauers SMS Group, Heinrich Weiss, gesagt: "Die Begründung, Angestellte des öffentlichen Dienstes sollten nicht in Gebäuden arbeiten, die den Namen eines privaten Unternehmens tragen, ist absurd und zeigt die Realitätsferne einiger Politiker, die nicht mehr realisieren, wem sie ihren Wohlstand verdanken."

Quelle: RP
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