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Ledersitze und USB-Ladebuchsen
Neue Komfort-Busse der Düsseldorfer Rheinbahn nur "Übergangslösung"

Die neuen Komfort-Busse der Rheinbahn
Die neuen Komfort-Busse der Rheinbahn FOTO: Rheinbahn
Düsseldorf. Die neuen Fahrzeuge der Düsseldorfer Rheinbahn kommen mit Ledersitzen, Klimaanlage und USB-Buchsen daher. Außerdem sollen sie umwelfreundlicher sein. Laut Rheinbahn sind sie aber nur eine "Übergangslösung" auf dem Weg zur Elektromobilität. Von Torsten Thissen

"Erste Klasse für alle" - unter diesem Motto hat die Rheinbahn gemeinsam mit der Stadt die ersten Busse der neuen Generation vorgestellt. Zunächst 42 sollen bis Mitte September in den Fuhrpark des Verkehrsunternehmens eingegliedert werden. Jeder Bus des niederländischen Herstellers VDL kostet etwa 250.000 Euro und erfüllt die Abgasnorm Euro 6. Er verbraucht etwa 20 Prozent weniger Diesel als die Euro-3-Modelle, die durch die Neuanschaffungen ersetzt werden - und produziert nur ein Zehntel des Stickoxid-Ausstoßes.

Für Rheinbahn-Vorstand Klaus Klar und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche stellen die Busse dennoch eine "Übergangslösung" dar. Auf Dauer soll der Fuhrpark auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umgestellt werden. "Zurzeit fehlt noch die Infrastruktur", sagte Klar, "aber wir haben festgelegt, ab 2023 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge anzuschaffen." Ob die Busse auch im Betrieb die Abgasnorm erfüllen und nicht nur auf dem Teststand, will die Rheinbahn mit Hilfe des Tüvs überprüfen. Dies ist auch Teil des Vertrages mit dem Hersteller.

Bei der Ausstattung setzen die Busse bereits jetzt Maßstäbe. So sitzen die Fahrgäste auf Echtledersitzen, der Bus ist gleichmäßig klimatisiert, zwischen den Sitzen befindet sich eine USB-Steckdose, an der die Fahrgäste ihre Handys aufladen können. Ein Widescreen-Bildschirm zeigt die Anschlussverbindungen in Echtzeit an, es gibt mehr Plätze für Menschen, die mit Kinderwagen oder Rollatoren unterwegs sind. Obligatorisch ist die Kameraüberwachung in den Bussen, vorbereitet ist ebenfalls W-Lan, allerdings gibt es noch Abstimmungsbedarf mit den Anbietern des Dienstes, sagte Klar, der sich einen Hieb auf Köln nicht verkneifen konnte. Dort sitze man auf Plastikschalen, "das kam für uns in Düsseldorf nicht infrage". Die Ledersitze seien bequemer, schöner, und sie seien hygienischer als Stoffbezüge.

Das Design der Busse ist in Grau und Rot gehalten. Verantwortlich dafür ist das "Büro plus Staubach" aus Berlin, das bereits die Designs der neuen Stadtbahnen entwickelt hat und neben der Rheinbahn auch die neuen U-Bahnzüge der Berliner Verkehrsbetriebe und die Metro in Peking gestaltet hat. Insgesamt will die Rheinbahn in den nächsten vier Jahren 70 Millionen Euro in die Busflotte investieren.

Quelle: RP
 
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