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Düsseldorf
Ratsmehrheit will neue Varianten für die Schadowstraße

Bilder: Die Gestaltungsideen für die Schadowstraße
Bilder: Die Gestaltungsideen für die Schadowstraße FOTO: Stadt Düsseldorf
Düsseldorf. Nach der breiten Kritik an den bisher vorgelegten Ideen für die Neugestaltung der Schadowstraße zieht die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP die Notbremse. Die Fraktionen der Ampel-Kooperation fordern in einem gemeinsamen Antrag für die morgige Sitzung des Planungsausschusses drei neue Entwürfe für die Straße. Von Uwe-Jens Ruhnau

Diese sollen von drei Teams - jeweils bestehend aus Stadtplanern, Landschaftsarchitekten, Lichtplanern und Künstlern - im Rahmen eines neuen Workshop-Verfahrens erstellt werden. Die Workshops sollen im ersten Quartal 2016 stattfinden und im zweiten Quartal in den unterschiedlichen Ratsgremien diskutiert werden.

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Der bisherige Zeitplan der Stadtverwaltung ist damit zunächst einmal über den Haufen geworfen. Es wurden bereits Workshops veranstaltet, es gab eine Bauwagenaktion auf der Schadowstraße, auch startete ein Meinungsforum im Internet. Eine erste Präsentation aller Ergebnisse ist für den 12. November in der Stadtsparkasse an der Berliner Allee vorgesehen.

Umstrittene Impulse steuerten auf Antrag der Grünen im Kulturausschuss vier Kreative bei: Manuel Franke, Armin Hartenstein, Andrea Knobloch und Thomas Stricker schlugen für die Schadowstraße eine schräge Pflasterung vor ("Bürgerparkett"), mehr Lichtelemente an den Häusern ("Lichtallee") sowie Grün lediglich im Bereich Karstadt/C&A ("Stadtterrasse").

Die offensichtliche Kahlheit der Straße und der dominante Radweg in der Mitte lösten bei Laien und Fachleuten gleichermaßenviel Protest aus. Nun betonen vor allem die Grünen, dass nicht beabsichtigt war, dass die Künstler eine Gesamtplanung vorlegen. Nun will man in den Workshops "als Zwischenschritt" die Ideen zusammenführen und drei neue Varianten erarbeiten.

Der neue Zeitplan sieht jetzt vor, dass nach der Veranstaltung in der Stadtsparkasse am 12. November umgehend ein Auslobungstext formuliert wird, den die Politiker des Planungsausschusses nur sechs Tage später verabschieden. Die Umgestaltung dürfte 2017 vonstatten gehen, dann ist zumindest der Abbruchverkehr vom Gründgens-Platz (Kö-Bogen II) erledigt.

Quelle: RP
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